Mittwoch, 13.11.2019
 
Seit 16:35 Uhr Forschung aktuell

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 24.11.2019
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

„Eingeschlossen zwischen sterbliche Dinge“
Eine Lange Nacht über das Mittelmeer
Von Manuel Gogos
Regie: Claudia Mützelfeldt
(Wdh. v. 5./6.11.2016)

Einst erschien das Mittelmeer als Zentrum der Welt. Als „Mare Nostrum“ war es jahrhundertelang die Arena, in der sich Weltgeschichte abspielte. In der Antike war es Schauplatz von Entdeckungsfahrten und Seeschlachten, von Religionsstiftungen und Kriegen zwischen den Religionen; es war ein Umschlagsplatz für Handel und Ideen. Seit der Renaissance bildete die „Méditeranée“ die geistige Landschaft, in der sich ein humanistisches Europa, fasziniert vom Ideal des Maßes, selbst entwarf. Die Lange Nacht durchmisst das Mittelmeer von West nach Ost. Wenn an Steuerbord die weiße Stadt Algier auftaucht, hört man die frühen Mittelmeeressays des späteren französischen Nobelpreisträgers Alber Camus. Wenn an Backbord die Hafenstadt Marseille vorbeizieht, kommt die besondere Anziehungskraft dieses großen Umschlagplatzes der französischen Kolonialgeschichte zur Sprache. In der Langen Nacht des Mittelmeers geht es um Schiffbrüche, um Seemannsgarn à la Homer, um Aberglauben und Meeresschaum, um den Gesang der Sirenen. Es geht auch um die Inselfahrten nordeuropäischer Sonnensucher, um die Landschaften, in denen die Olivenbäume „mit ihren Händen Licht sieben“ (Odysseas Elytis). Auch Lampedusa kommt in Sicht, dieses raue Eiland zwischen Afrika und Europa, das schon William Shakespeares als Vorbild seines Dramas ,Der Sturm' diente. Heute laufen hier die Flüchtlingsrouten und Sehnsüchte Schwarzafrikas zusammen. Auch dies ist das Mittelmeer: ein Burggraben der „Festung Europa“ und ein Massengrab. Am Ende der Reise gelangen wir ins östliche Mittelmeer und gehen in Athen an Land. Müssen wir Abschied nehmen vom Sehnsuchtsort Mittelmeer? Oder lädt das Mittelmeer gerade heute, wo Europa in einer Identitätskrise steckt, zu einer anderen Art der Geschichtsschreibung ein: Kann man Europa neu denken, von seinem Ursprung, vom Süden her?

01:00 Nachrichten  

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

02:05 Sternzeit  

02:07 Klassik live  

Kammermusik im Schloss Schönhausen Berlin

Johann Christian Bach
Quintett für Flöte, Oboe, Violine, Viola und Violoncello D-Dur, op. 11 Nr. 6

Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquintett g-Moll, KV 516

Mitglieder des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin:
Markus Schreiter, Flöte
Thomas Herzog, Oboe
Susanne Herzog, Violine
Steffen Tast, Violine
Gernot Adrion, Viola
Christoph Zander, Viola
Hans-Jakob Eschenburg, Violoncello
Iris Ahrens, Kontrabass

Aufnahme vom 4.4.2019 im Berliner Schloss Schönhausen

03:00 Nachrichten  

03:05 Heimwerk  

Heinrich Schütz
Madrigale & Hochzeitsmusiken

Dorothee Mields, Sopran
Isabel Schicketanz, Sopran
David Erler, Countertenor
Georg Poplutz, Tenor
Tobias Mäthger, Tenor
Felix Schwandtke, Bass
Dresdner Kammerchor
Leitung: Hans-Christoph Rademann

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Die neue Platte XL  

05:00 Nachrichten  

05:05 Auftakt  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

Andrea Gabrieli
'De profundis clamavi'. Psalm 130 für 6 Stimmen und Instrumente
Capella Ducale Venetia
Leitung: Livio Picotti

Georg Philipp Telemann
'Jesus, meine Zuversicht'. Choralkantate für Soli, Chor und Orchester, TWV 1:984
Ingrid Schmithüsen, Sopran
Claudia Schubert, Alt
Howard Crook, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Leitung: Hermann Max

Fanny Hensel
Präludium für Orgel F-Dur
Aya Yoshida, Orgel

Johann Sebastian Bach, Johann Leon
'Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit'. Actus tragicus. Kantate zu einer Trauerfeier für Soli, Chor und Orchester, BWV 106
Gesualdo Consort Amsterdam
Leitung: Pieter-Jan Belder

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgenaufnehmen

Religiöses Wort
Leben, wo bestattet wird. Friedhöfe als Lebensräume
Von Pfarrer Jörg Machel
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschauaufnehmen

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 10 Jahren: In Norwegen wird das weltweit erste Osmosekraftwerk in Betrieb genommen

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Vokalmusik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

Über das Geld (3/3)
Rote Linien - die Kunst kritisiert ihr privaten Geldgeber
Von Jörg Heiser 

In jüngster Zeit häufen sich in der zeitgenössischen Kunst die Fälle, bei denen die zweifelhafte Herkunft von Geldern zu Protesten und Rücktritten führt. Vor allem in den USA, wo Museen sehr stark von privaten Gönnern abhängig sind, spitzt sich die Lage zu. So wehrt sich die berühmte Fotografin Nan Goldin hartnäckig gegen den Einfluss der Mäzenatenfamilie Sackler. Diese verdiente Milliarden durch den Verkauf des süchtig machenden Schmerzmittels Oxycontin, das als Hauptursache für jene Opioid-Krise in den USA gilt, der pro Jahr Tausende Süchtige zum Opfer fallen.
Ein Blick in die Kunstgeschichte zeigt indes, dass Künstler seit jeher der Verführung durch Macht und Geld aus oft dubiosen Quellen ausgesetzt waren. Was lässt sich daraus lernen? Wie soll man mit dem Geld privater Mäzene und Sponsoren umgehen? Wo verläuft die rote Linie? Und was tun die Künstler, um sich zu positionieren? Beißen sie die Hand, die sie füttert?
Jörg Heiser ist Direktor des Instituts für Kunst im Kontext an der Universität der Künste in Berlin. Zuvor war er fast zwei Jahrzehnte Redakteur der britischen Kunstzeitschrift ,frieze’ und schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. 2018 war er Ko-Kurator der Busan-Biennale in Südkorea. 2007 erschien sein Buch ,Plötzlich diese Übersicht. Was gute zeitgenössische Kunst ausmacht’, zuletzt 2016 der Band ,Doppelleben. Kunst und Popmusik’.

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Kirche St. Aegidius in Wiedenbrück
Zelebrant: Pfarrdechant Reinhard Edeler
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Interview der Wocheaufnehmen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergangaufnehmen

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Zwischentöneaufnehmen

Musik und Fragen zur Person
Der Neurowissenschaftler Stefan Kölsch im Gespräch mit Michael Langer

Musik tut gut - und zwar in vielerlei Hinsicht. Stefan Kölsch weiß aus wissenschaftlicher Erfahrung um die wohltuenden Auswirkungen von Musik auf unser Gehirn, unsere Emotionen und unseren Körper.
Stefan Kölsch, 1968 in Wichita Falls geboren, schloss zunächst ein Geigenstudium ab und erwarb anschließend Diplome in Psychologie und Soziologie, bevor er am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig promovierte. Er arbeitete an der Harvard University sowie im Exzellenzcluster Languages of Emotion der FU Berlin und folgte 2015 einem Ruf auf eine Professur an die Universität Bergen in Norwegen.
In seinem Buch ‚Good Vibrations. Die heilende Kraft der Musik‘ (Ullstein, Berlin 2019) beschreibt er, warum Musik in allen Formen eine immer größere Rolle bei der Vorbeugung und Behandlung unterschiedlicher Krankheiten spielt und wie jeder von uns sein alltägliches Wohlbefinden mit Musik steigern kann.

14:00 Nachrichten  

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Rock et ceteraaufnehmen

Büroklammerpoesie und Alltagshymnen
Neil Hannon und The Divine Comedy
Von Fabian Elsäßer

Schon die Albentitel von The Divine Comedy aus Nordirland, ja schon der Bandname wirken wie bildungsbürgerliches Imponiergehabe: Da wird Dante Alighieri zitiert und der Schriftsteller Edward Morgan Foster oder Aaron Coplands bekanntes Orchestralwerk ,Fanfare for the common man’ parodiert. Neil Hannon, Vordenker und einziges Dauermitglied von The Divine Comedy, war sich nie zu schade, seine Klugheit und Belesenheit auszustellen. Doch dabei entstanden in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten auch verlässlich humorvolle Albenkonzepte oder Konzeptalben: über die Liebe und das Leben oder - im Sommer 2019 mit ,Office Politics’ - über sich wandelnde Berufswelten. Und da Hannon schon immer wusste, wie man zugänglichen Gitarren-Pop-Rock schreibt, erreicht seine Band bis heute europaweit gute bis sehr gute Hitparadenränge.

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Buch der Woche

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Freistilaufnehmen

Craft Beer
Die Braurebellion und ihre Macher
Von Michael Reitz
Regie: Uta Reitz
Produktion: Dlf 2016

Es gärt, köchelt und schäumt in Kellern stillgelegter Industriebetriebe, Gartenschuppen oder auf Balkonen: Es ist Veränderung in das Bierbrauergewerbe gekommen. Der Grund: Eine aus den USA herübergeschwappte Bewegung, die sich Craft Beer nennt. Craft bedeutet Handwerk. Es sind zumeist kleine Brauer, die Bier nicht unter industriellen Bedingungen herstellen und auch keinen Wert auf große Produktionsmengen legen. Manche verstehen sich auch als Rebellen gegen das deutsche Reinheitsgebot von 1516. Ihrer Meinung nach ist das Gebot nichts anderes als ein Marketingwerkzeug, das im 19. Jahrhundert ausgegraben wurde, um großen Brauereien das Monopol zu sichern. Die Craft-Beer-Bewegung ist hochkreativ und sucht nach einer breiteren Geschmacksvielfalt. Bierbrauen ist zum Trend geworden. Immer mehr Menschen wollen selbst brauen, sie fasziniert es, mit den Rohstoffen zu arbeiten, Neues zu schaffen und alte Bierstile wiederzubeleben. Eine spannende Szene, die erst am Anfang ihrer Entwicklung steht.

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Konzertdokument der Wocheaufnehmen

Heinrich Schütz Musikfest 2019

Schwanengesang

Heinrich Schütz, Giovanni Gabrieli, Michael Praetorius, Giovanni Bassano
Magnificat- und Psalmvertonungen sowie Instrumentalstücke

RIAS Kammerchor Berlin
Capella de la Torre
Leitung: Katharina Bäuml und Justin Doyle

Aufnahme vom 4.10.2019 aus dem Konzertsaal Gera

Am Mikrofon: Rainer Baumgärtner

Heinrich Schütz war 86 Jahre alt und Dresdner Hofkapellmeister im Ruhestand, als er sein letztes Werk schrieb. Sein ,Opus ultimum’, eine Vertonung des Psalms 119 in elf achtstimmigen Motetten, war so schlicht wie visionär und festigte seinen Ruf als bedeutendster deutscher Komponist des 17. Jahrhunderts. Dieser eindrucksvolle Schwanengesang stand im Zentrum des Konzertes, mit dem der RIAS Kammerchor zusammen mit dem ebenfalls in Berlin beheimateten Bläserensemble Capella de la Torre das mitteldeutsche Heinrich Schütz Musikfest 2019 eröffneten. An die Seite dieser Psalmvertonung stellten sie weitere Werke von Schütz sowie ein ,Magnificat’ seines venezianischen Lehrmeisters Giovanni Gabrieli. Instrumental vorgetragene Werke ihrer Zeitgenossen Praetorius und Bassano sorgten für Abwechslung. Der RIAS Kammerchor Berlin und Justin Doyle sind artist in residence 2019 des Heinrich Schütz Musikfests.

22:00 Nachrichten  

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Das war der Tagaufnehmen

23:26 Presseschau  

23:30 Uhr

Sportgesprächaufnehmen

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Ein Paket für den KlimaschutzIndustrienationen unter Druck
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Diese Woche soll das "Klimapaket" durch den Bundestag gehen. Doch auch die Koalition weiß: So wird das Pariser Klimaabkommen nicht erfüllt. Hat Deutschland, haben die Industrienationen die richtigen Antworten auf die Herausforderung Klimakrise?

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