Samstag, 18.01.2020
 
Seit 23:05 Uhr Lange Nacht

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 26.01.2020
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

Zeugen sterben, Dinge erinnern
Eine Lange Nacht über die Habseligkeiten von Auschwitz
Von Maria Ossowski
Regie: Thomas Wolfertz

Die Nationalsozialisten haben nicht nur die Juden Europas physisch vernichtet, sie wollten auch jede Erinnerung an ihre Opfer auslöschen. Kein Zeugnis sollte bleiben: keine Namen, keine Orte, keine Instrumente, keine Kleider, keine Schuhe, keine Schriften, keine Koffer, keine Zeichnungen... Es ist ihnen nicht gelungen. Tausende letzte Habseligkeiten ließen die Ermordeten in Auschwitz zurück. Diese Dinge lagern seit 75 Jahren im dortigen Museum und in Depots und bezeugen das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte. 18 junge Konservatorinnen und Konservatoren in modernen Werkstätten auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers bemühen sich, alles zu bewahren, was sonst längst zerfallen wäre. Leder zerbröckelt, Haare lösen sich auf, Papier verblasst ohne professionellen Erhalt. Wir haben diese Werkstätten zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers besucht und gefragt, wie authentisch konservierte Gegenstände erzählen können und wer sie mitgenommen hatte auf die letzte Reise - und wir haben für die Lange Nacht die letzten, hochbetagten Auschwitzüberlebenden in Israel besucht.

01:00 Nachrichten  

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

02:05 Sternzeit  

02:07 Klassik live  

a cappella Festival Leipzig 2019

Werke von Thomas Tallis, Hieronymus Praetorius, Hubert Parry und anderen

Voces 8

Aufnahme vom 30.4.2019 aus der Michaeliskirche Leipzig

03:00 Nachrichten  

03:05 Heimwerk  

Pierre Boulez
Sonate für Klavier Nr. 2

Dimitri Vassilakis, Klavier

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Die neue Platte XL  

05:00 Nachrichten  

05:05 Auftakt  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

Francisco Guerrero der Ältere
'Quae est ista'. Motette zu 4 Stimmen
New York Polyphony

Christoph Graupner
'Was Gott thut das ist wohl gethan, es bleibt gerecht sein Wille'. Kantate zum 3. Sonntag nach Epiphanias für 4 Solisten, Streicher und Basso continuo, GWV 1114/30
Andrea Lauren Brown, Sopran
Kai Wessel, Countertenor
Georg Poplutz, Tenor
Dominik Wörner, Bass
Kirchheimer BachConsort
Leitung: Sirkka-Liisa Kaakinen-Pilch

Christoph Wolfgang Druckenmüller
Konzert für Orgel solo D-Dur
Manuel Tomadin, Orgel

Johann Sebastian Bach
'Herr, wie du willt, so schick's mit mir'. Kantate zum 3. Sonntag nach Epiphanias für Soli, Chor und Orchester, BWV 73
Susanne Frei, Sopran
Makoto Sakurada, Tenor
Markus Volpert, Bass
Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Leitung: Rudolf Lutz

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgenaufnehmen

Religiöses Wort
Kochende Wut und nackte Angst. Vom Umgang mit negativen Gefühlen
Von Elena Griepentrog
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschauaufnehmen

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 225 Jahren: Der Komponist Johann Christoph Friedrich Bach gestorben

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Neue Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

Weltmacht Scham
Von Martin Zeyn

„Je dicker du bist, desto kleiner wird deine Welt“, schreibt die Autorin Roxane Gay, 1,91 groß und über 261 Kilo schwer. Schwul zu sein ist okay, aber fett zu sein? Das lässt sie buchstäblich verschwinden. Roxane Gay will sich allerdings nicht mehr schämen. Es gibt so etwas wie eine Scham-Industrie, sie besteht unter anderem aus Instagram und Diätprodukten. Die Scham-Industrie behauptet, in jedem gebe es einen Körper, den er nur freilegen müsse. Sei es durch Ernährungsumstellung - oder Bildbearbeitung. Und auch wer es besser weiß, folgt diesen Maximen. Auf das Scheitern folgt die Scham. Die Scham, an sich selbst gescheitert zu sein. Gleichzeitig gibt es eine schwache Gegenbewegung: fat positivity und Handydiät. Menschen versuchen, sich nicht mehr einem Diktat zu beugen, das für die allermeisten ohnehin unerreichbar ist. Vielleicht geht ja die Epoche des „Imperialismus der Jugend und des schönen Körpers“ (Christian Maurel) bald zu Ende? Vielleicht gehört die Weltmacht Scham eines Tages der Vergangenheit an?

Martin Zeyn, geboren 1964, ist Leiter des Nachtstudios im Bayerischen Rundfunk und lebt in München. Er hat über 20 Radioessays zu Kunst, Popkultur und Philosophie geschrieben.

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Reformierten Kirche Windisch
Predigt: Pfarrer Peter Weigl-Schatzmann
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Interview der Wocheaufnehmen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergangaufnehmen

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Zwischentöneaufnehmen

Musik und Fragen zur Person
Der Klimaforscher Hans von Storch im Gespräch mit Michael Langer

Hans von Storch zählt zu den renommiertesten Klimaforschern und Meteorologen nicht nur hierzulande, sondern auch weltweit. 2019 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für seine Forschung und sein gesellschaftliches Engagement.
Hans von Storch, 1949 auf Föhr geboren, war bis Ende 2015 Direktor des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht und ist Professor em. an der Universität Hamburg. Er war an Berichten des Weltklimarates IPCC beteiligt. Zudem ist er Mitbegründer des ersten Exzellenzclusters zur Klimaforschung an der Universität Hamburg. Im September 2019 bekam er das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, weil er wesentlich zum Wissen über den Klimawandel beigetragen hat. Seit seiner Pensionierung arbeitet Hans von Storch als Editor-in-Chief der Oxford University Press Research Encyclopedia Climate Science sowie als Gastprofessor an der Ocean University of China (Qingdao).

14:00 Nachrichten  

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Rock et ceteraaufnehmen

Pillen, Strand und stabile Hatesongs
Die Cigaretten aus Hamburg
Von Anja Buchmann

„Zu Beginn der Erzählung werden die einjährigen Cigaretten bei ihren letzten noch lebenden Verwandten vor der Haustür abgelegt. Ihre Eltern sind kurz zuvor vom mächtigsten schwarzen Magier getötet worden …“ - so beginnt der Steckbrief des Hamburger Duos Die Cigaretten auf ihrer Facebookseite. Eins ist klar: Seriosität gehört nicht zu ihren obersten Prämissen und sie pflegen das Image des Skurril-Geheimnisvollen - ihre energiereiche Musik betreiben sie aber doch mit Nachdruck und Ernsthaftigkeit. 2018 haben sie ihre erste EP veröffentlicht, Ende 2019 folgte das Debütalbum: Schnörkellose Tracks zwischen Punk, Garage und Pop mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang und die Songtexte von ,Stabiler Hate Song’, ,Pillen’ oder ,(ein Song called) Stuckrad-Barre’ zeugen von einem speziellen Humor.

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Buch der Woche

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Freistilaufnehmen

Edifício Copan
Leben im größten Wohnhaus der Welt
Von Tom Noga
Regie: Fabian von Freier
Produktion: Dlf 2016

In der brasilianischen Metropole São Paulo steht das größte Wohngebäude der Welt: das Edifício Copan, ersonnen von Oscar Niemeyer, dem Nestor der brasilianischen Architektur. Menschen aller sozioökonomischen Schichten sollten hier leben und sich begegnen. Lange galt dieser Traum als gescheitert. Mit dem Niedergang der brasilianischen Wirtschaft verkam das Zentrum São Paulos und mit ihm das Copan. In den Gängen wurden Drogen verkauft und Überfälle verübt, Wohnungen zu Bordellen umfunktioniert und Treppenhäuser zu Müllhalden. Doch heute hat sich vieles von dem erfüllt, was Niemeyer vorgesehen hatte. Das hat mit Verwalter Affonso Celso Prazeres de Oliveira zu tun, der das Copan mit eiserner Hand regiert. Der Gebäudemanager hat sie alle im Blick, die 1.160 Wohnungen, 32 Etagen und sechs Blöcke. Das Copan hat Ausmaße eines Stadtviertels und daher sogar seine eigene Postleitzahl, als wohl weltweit einziges Gebäude. Es ist privater und öffentlicher Raum zugleich: In den Arkaden im Erdgeschoss befinden sich heute wieder Geschäfte und Gastronomie. Doch ist so eine Wohnmaschine überhaupt beherrschbar?

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Konzertdokument der Wocheaufnehmen

4. Raderbergkonzert 2019/2020

Johann Sebastian Bach
Italienisches Konzert F-Dur, BWV 971
Französische Ouvertüre h-Moll, BWV 831

Charles Valentin Alkan
Concerto pour piano seul, op. 39 Nr. 8-10

Schaghajegh Nosrati, Klavier
Aufnahme vom 14.1.2020 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

Am Mikrofon: Johannes Jansen

Beim Namen Charles Valentin Alkan zucken auch gut geschulte Hände gern zurück: so viele Noten! Zehn Finger scheinen da manchmal nicht genug zu sein. Alkan galt schon in jungen Jahren als einer der besten Pianisten seiner Zeit und wurde wie Franz Liszt und Frédéric Chopin, mit denen er befreundet war, zu einem Liebling der Salons. Mit zunehmenden Alter jedoch wandte er sich von dieser Sphäre ab und führte eine beinahe einsiedlerische Existenz. Schon zu Lebzeiten ein Außenseiter, blieb ihm auch der Nachruhm verwehrt. Dass er nicht gänzlich in Vergessenheit geriet, ist das Verdienst einiger weniger Ausnahmepianisten vom Range eines Ferruccio Busoni und, in jüngerer Vergangenheit, Marc-André Hamelin. Schaghajegh Nosrati entdeckt Alkan auf ihre Weise neu. Mit entwaffnender Selbstverständlichkeit und ihrem an der Klavierkunst Johann Sebastian Bachs geschulten Blick legt sie die verborgenen Schönheiten im Werk des vermeintlichen Tastenungeheuers frei.

22:00 Nachrichten  

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Das war der Tagaufnehmen

23:26 Presseschau  

23:30 Uhr

Sportgesprächaufnehmen

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Programmtipps

Alice HASTERS, Journalistin, Autorin, Portraet, Porträt, Portrait, Angeschnittenes Einzelbild, Einzelmotiv, zu Gast in der Sendung Koelner Treff im WDR Fernsehen, 13.12.2019. *** Alice HASTERS, Journalist, Author, Portrait, Portrait, Single image, Single motif, guest in the programme Koelner Treff on WDR television, 13 12 2019 (www.imago-images.de)
Identitäten (7/7)Warum weiße Menschen so gerne gleich sind
Essay und Diskurs 19.01.2020 | 09:30 Uhr

"Aber wir sind doch alle gleich!" So reagieren vor allem weiße Menschen oft, wenn die Sprache auf Rassismus kommt. Sobald weiße Menschen und ihre Privilegien in der Gesellschaft benannt werden, sagt Autorin Alice Hasters, scheint ihnen Gleichsein plötzlich wichtig und Hautfarbe egal zu sein.

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