Montag, 20.09.2021
 
Seit 16:10 Uhr Büchermarkt

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 26.09.2021
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

Da gibt es nichts zu lachen
Eine Lange Nacht der fröhlichen Pessimisten
Von Rolf Cantzen
Regie: Stefan Hilsbecher
(Wdh. v. 12./13.9.2015)

Jung, dynamisch, pragmatisch und vor allem optimistisch - diese Eigenschaften zeichnen erfolgreiche Menschen aus. So jedenfalls verheißt es die einschlägige Ratgeberliteratur. Die Unterhaltungsindustrie liefert dazu die Freizeitvariante: Alle sind gut gelaunt, cool natürlich. Sie tragen ein Lächeln im Gesicht und verschicken Smileys. Wer sich dem entzieht, trifft auf wenig Sympathien oder wird schnell als depressiv pathologisiert. Optimistisch stimmt nach wie vor auch die Fortschrittsgewissheit, die spätestens seit der Aufklärung die Geschichtsauffassungen prägte. Doch schon Sophokles weiß: „Nicht geboren zu werden, (ist) für die Erdbewohner am besten.” Die Gnostiker der Spätantike drängt ihre Weltwahrnehmung zu der Vermutung, dass nur ein böser Schöpfer diese Welt erschaffen haben kann. Philosophische Gegenstimmen werden auch in der Philosophie laut. Schopenhauer und seine Schüler sensibilisieren für menschliches Leid. In der Melancholie verbinden sich Freude und Leid zu einer Weltsicht, in der sich Schwere und Leichtigkeit, Sinnlosigkeitsgefühle und Humor verbinden. Fröhliche Pessimisten empfehlen zunächst einmal anzunehmen, dass alles schief gehen wird, um sich dann positiv überraschen zu lassen.

01:00 Nachrichten  

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

02:05 Sternzeit  

02:07 Klassik live  

Follia und andere Verrücktheiten

Ignaz Franz Biber, Tarquinio Merula, Antonio Vivaldi u.a.
Sonaten, Variationen und originelle Imitationen

Mayumi Hirasaki und Yves Ytier, Violine
Alexander Scherf, Violoncello
Gerald Hambitzer, Cembalo und Moderation

Aufnahme vom 15.2.2021 aus den Balloni-Hallen, Köln

03:00 Nachrichten  

03:05 Heimwerk  

Franz Schubert
Sinfonie Nr. 1 D-Dur, D 82

Kammerorchester Basel
Leitung: Heinz Holliger

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Die neue Platte XL  

05:00 Nachrichten  

05:05 Auftakt  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

William Byrd
"Tristitia et anxietas" für 5 Stimmen
Contrapunctus
Leitung: Owen Rees

John Sheppard
"Iudica me Deus". Motette für Chor a cappella
Choir of New College Oxford
Leitung: Robert Quinney

Christoph Wolfgang Druckenmüller
Konzert für Orgel solo F-Dur
Manuel Tomadin, Orgel

Johann Sebastian Bach
"Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden". Kantate für Soli, Chor und Orchester, BWV 47
Sibylla Rubens, Sopran
Klaus Mertens, Bass
Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen
Leitung: Rudolf Lutz

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgenaufnehmen

Religiöses Wort
Waren wir blind? Missbrauchserfahrungen in der Kirche zur Sprache bringen
Von Cornelia Coenen-Marx
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschauaufnehmen

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 70 Jahren: Bertolt Brecht verfasst einen „Offenen Brief an die deutschen Künstler und Schriftsteller"

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Alte Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

Die falsche Kritik an der Selbstoptimierung
Die Soziologin Anja Röcke im Gespräch mit Pascal Fischer

Nichts, was nicht optimiert werden soll: Die Arbeitseffizienz, die Fitness, die Ernährung, das persönliche Netzwerk, persönliche Glaubenssätze oder selbst der Schlaf. Eine Kritik an der Kritik.
Die Regale in den Buchhandlungen sind voll von Optimierungsratgebern. Und die Medien sind voll von der Kritik an dieser Selbstoptimierung: Sie sei eine nie endende Tretmühle; sie sei der nach innen verlegte Zwang der neoliberalen, kapitalistischen Leistungsgesellschaft; sie setze beim Individuum an und verliere die Gesellschaft als eigentlichen Zielpunkt nötiger Verbesserungen aus dem Auge.
Der Verdacht liegt nahe, dass die Selbstoptimierung aus ganz anderen Gründen verdammt wird: Weil sie zu sehr auf den Körper setzt, weil sie den schwitzenden Emporkömmling ausbremsen soll, weil sie zu sehr auf eine gefürchtete Technik setzt, die den Menschen als vermessbares Objekt dem kalten Blick der Naturwissenschaften preisgibt… Ohnehin zeigt der historische Tiefenblick: Selbstverbesserungstechniken hat es immer und jederzeit gegeben - die Kritik entzündet sich offenbar nur an der neuesten Mode der „Techniken des Selbst“. Es ist Zeit für eine gründliche Kritik an der Kritik der Selbstoptimierung!
Anja Röcke studierte Soziologie in Berlin und Paris, promovierte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz und habilitierte sich 2020 an der HU zu Berlin mit der „Soziologie der Selbstoptimierung“. Insgesamt interessiert sie sich für demokratietheoretische Fragen und die Soziologie der individuellen Lebensführung. Weitere Schriften: „Framing Citizen Participation. Participatory Budgeting in France, Germany and the United Kingdom“ (2014), „Losverfahren und Demokratie. Historische und demokratietheoretische Perspektiven“ (2005).

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Kirche St. Engelbert in Sankt Ingbert
Zelebrant: Pfarrer Armin Hook
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Interview der Wocheaufnehmen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergangaufnehmen

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Zwischentöneaufnehmen

Musik und Fragen zur Person
Die Schriftstellerin und Kolumnistin Mely Kiyak im Gespräch mit Anna Seibt

„Die beste Form, sich der Welt zuzuwenden, ist, sich von der Welt abzuwenden“, sagt Mely Kiyak und schreibt. In ihren Texten streitet sie für einen vorurteilsfreien emphatischen Blick auf marginalisierte Menschen. Sie spricht schonungslos über Politik, lässt aber Humor und Sprachgefühl in jede Zeile fließen. Ausgleich findet sie im Kloster. Gärtnernd und schreibend, versteht sich.

14:00 Nachrichten  

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Rock et ceteraaufnehmen

Durchbruch mit magischem Pfeffer
30 Jahre „Blood, Sugar, Sex, Magik" der Red Hot Chili Peppers
Von Tim Schauen

Bis 1991 war die kalifornische Band Red Hot Chili Peppers seit ihrer Gründung 1983 erst Geheimtipp, dann lokale Größe, bald mit Plattenvertrag versehen, und sie spielte eine hochoktanige Crossover-Mischung aus Rap, Funk und knallendem Funkrock. Doch dann, im September 1991, kam ihr Album „Blood, Sugar, Sex, Magik" heraus, das den Mega-Hit „Under the bridge" enthält - und der Band weltweite Berühmtheit brachte. Zwar bekommt Anthony Kiedis das Singen live immer noch nicht so richtig hin, doch Flea am Bass und Chad Smith am Schlagzeug legen ihm unverschämt groovend Funk zugrunde, den der oft mehr rappende Frontmann auf dem Album mit kaum jugendfreien Texten würzt. Das Album machte die „Peppers" zu Weltstars - und ein Großteil des Ruhms gehört Produzent Rick Rubin, der den Sound der Kalifornier auf Hochglanz trimmte und somit chartstauglich machte.

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Buch der Woche

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt
Deep Science - Der Wissenschaftspodcast
Stierkampf mit Fernsteuerung
Extreme Experimente (2/5)
Von Sophie Stigler und Anneke Meyer
(Folge 3 am 3.10.2021)

Ein Mann, ein Wissenschaftler, steigt in den Ring und stellt sich einem wütenden Stier. In den Händen hält er ein rotes Tuch. Doch statt mit Degen ist der Matador mit einer Fernbedienung bewaffnet. Auf Knopfdruck werden Elektroden im Gehirn des Stiers aktiv. Die elektrischen Impulse sollen den wilden Stier bändigen, seine Wut kontrollieren. Das Tier setzt zum Angriff an, der Matador drückt den Knopf. Wenn es gelingt, wäre der Weg frei für den nächsten Schritt: Die Verhaltenskontrolle des Menschen!
Das könnte der Plot eines Science-Fiction Romans sein. Ist es aber nicht. Mit seinen technischen Entwicklungen war Jose Manuel Rodriguez Delgado, der Wissenschaftler, in den 50er und 60er Jahren ein absoluter Pionier der Hirnforschung. Seine öffentlichkeitswirksamen Experimente und teilweise spekulativen Interpretationen machten ihn gleichzeitig zu einem der umstrittensten Forscher seiner Zeit. Seine methodischen Entwicklungen wirken in vieler Hinsicht bis heute nach.   
Alle Folgen der Staffel „Extreme Experimente“ finden Sie ungekürzt ab dem 9. September unter dlf.de/deepscience

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

17:50 Uhr

Deutschlandfunk - Das Wahlstudioaufnehmen

Am Mikrofon: Friedbert Meurer und Korbinian Frenzel

Wahl zum 20. Deutschen Bundestag
Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin
Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

18:30 Nachrichten  

19:00 Nachrichten  

20:00 Nachrichten  

21:00 Nachrichten  

22:00 Nachrichten  

23:00 Nachrichten  

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Karte der deutschen Bundesländer in verschiedenen Farben. (Imago / Panthermedia / Crevis)

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