Montag, 16.07.2018
 
Seit 11:00 Uhr Nachrichten

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 28.01.2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

„Ich folge den Ablagerungen der Geschichte in mir"
Eine Lange Nacht über den israelischen Filmemacher Amos Gitai
Von Heike Brunkhorst und Roman Herzog
Regie: Claudia Mützelfeldt

Amos Gitai - Filmemacher des jüdischen Israel in all seinen Widersprüchen und Konflikten. Er ist unbequem und herausfordernd - und überaus produktiv: in 40 Jahren sind über 60 Dokumentar- und Spielfilme entstanden. Vom Staat zensiert, geht Amos Gitai ins Exil und kehrt zurück nach der Wahl Yitzhak Rabins zum Ministerpräsidenten 1992. Heute in beiden Welten lebend, eckt er mit seinen Filmen immer wieder an, hinterfragt die Gewaltgeschichte seines Landes, die Diskriminierung der Palästinenser und politische Mythen - der Linken wie der Rechten, der Israelis und der Palästinenser. Impulsgeber ist dabei seine Familiengeschichte - Mutter Sabra, Vater Ashkenasi - und die Bibel. Kein anderer israelischer Filmemacher bringt so stark religiöse Texte ins Spiel. Sein Kino ist der Versuch, in einer Architektur des Realen zusammenzufügen, was auseinanderzufallen droht, im nomadischen Dasein Identitäten zu schaffen inmitten vollständiger Orientierungslosigkeit. Gitai versucht, Erinnerungen zu bewahren im Augenblick ihrer allgegenwärtigen Zerstörung und Anhaltspunkte zu verorten angesichts der Auflösung aller Koordinaten - eine Chronik des Verschwindens, zugleich Utopie einer anderen Realität.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

"Freundschaft" - Beethovenfest Bonn 2016

Valentin Barykin
Variationen über ein Thema von Wladimir Vogel für Klavier und Ensemble (Uraufführung)

Gawriil Nikolajewitsch Popow
Septett für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klarinette, Horn und Fagott C-Dur, op. 2 („Kammersinfonie“, 1927)

Galina Ustwolskaja
Sonate für Klavier Nr. 2

Ensemble 2012 der Russisch-Deutschen Musikakademie:

Olga Volkova, Violine
Dinara Nuratova, Viola
Jakob Stepp, Violoncello
Angela Contreras Reyes, Kontrabass
Lija Steininger, Flöte
Nikita Vaganov, Klarinette
Rodion Tolmachev, Fagott
Timur Martynov, Trompete
Alexandru Afanasjew, Horn
Nikolaus Rexroth, Klavier

Aufnahme vom 16.9.2016 aus dem Bonner Beethoven-Haus

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Das geistliche Jahr (3)

Jörg Herchet
Kantate zum Sonntag Septuagesimae

Matthias Geuting, Orgel, Gesang und Rezitation

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Klare Verbote helfen - Chinesische Forscher klonen Affen

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Matthaeus Pipelare
Missa 'L'homme armé' zu 4 und 5 Männerstimmen a cappella
Huelgas Ensemble
Leitung: Paul van Nevel

Johann Sebastian Bach
'Jesus schläft, was soll ich hoffen'. Kantate zum 4. Sonntag nach Epiphanias für Soli, Chor und Orchester, BWV 81
Roswitha Müller, Alt
Bernhard Berchtold, Tenor
Wolf Matthias Friedrich, Bass
Rudolf Lutz, Orgel
Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Leitung und Orgel: Rudolf Lutz

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Rückkehr verlorener Kunstschätze - Der Libanon kämpft erfolgreich gegen den Antiquitätenschmuggel

Wächst zusammen, was zusammengehört? Die Annäherung von Nord- und Südkorea - Ein Interview mit der Koreanistin Marion Eggert

Kontrollverlust? Männer, Triebe und #MeToo - Ein Interview mit dem Neurobiologen Gerald Hüther

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Kriegsende mit Schrecken? Zu den Syrien-Gesprächen in Sotschi ein Interview mit Sadiqu Al-Mousllie, syrischer Nationalrat

Denk ich an Deutschland: der Schauspieler Charly Hübner

Am Mikrofon: Michael Köhler

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Mission heute - nur ein schwieriger Begriff?
Von Alfred Herrmann
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 150 Jahren: Der österreichische Schriftsteller Adalbert Stifter gestorben

09:10 Uhr

Die neue Platte

Klaviermusik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Über Natur schreiben heißt über den Menschen schreiben
Esther Kinsky im Gespräch mit Katharina Teutsch

Die Vögel, so heißt es in Esther Kinskys London-Roman ,Am Fluß’, wüssten nichts vom Herzzerreißenden ihres Klanges. Nur der Mensch kann es benennen. Esther Kinsky schreitet das Marschland an den nördlichen Ausläufern Londons ab, entrollt eine Kulturgeschichte dieser Wildnis entlang des River Lea. Der Ort ist durchdrungen von den Sedimenten menschlicher Existenz. Ein verschlungenes Verhältnis, von dem Esther Kinskys Romane und ihre Gedichte Zeugnis ablegen. Ein wachsendes Interesse an Naturthemen ist in der literarischen Landschaft zu verzeichnen. Nature Writing, in diesem Jahr wurde in Deutschland zum ersten Mal ein Preis für die literarische Naturerfoschung verliehen. Zahlreiche andere Autoren fallen unter diese Gattungsbezeichnung, seitdem die hiesige Kritik den aus der angloamerikanischen Literatur entlehnten Begriff für sich entdeckt hat. Doch wovon schreibt, wer über Natur schreibt? Mit politischem Engagement über Umweltschutz? Mit philosophischem Erkenntnisinteresse über die menschliche Natur? Mit eskapistischer Schwärmerei über das Andere?

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Stadtkirche in Melsungen
Predigt: Dekan Norbert Mecke
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Markus Söder, CSU, Finanzminister und designierter Ministerpräsident des Freistaates Bayern

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Neujahrsfest der Bäume
Frühlingserwachen in Israel

Die gar nicht so fetten Kinder von Landau
Eine kulinarische Reise durch die Pfalz

Südstaaten-Kleinod
Tennessee Williams und Columbus (Mississippi)

Grosse Romane - Beschauliche Plätze
Mit Gabriel García Márquez durch Cartagena
(Kolumbien)

Am Mikrofon: Dörte Hinrichs

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Designer Erik Spiekermann im Gespräch mit Joachim Scholl

Seine typografischen Gestaltungen begleiten uns auf Schritt und Tritt: Ob die Deutsche Bundesbahn, VW und Audi, große Zeitungen und Buchverlage - Erik Spiekermann setzt sie grafisch ins Bild. Geboren 1947, hat Erik Spiekermann in Berlin ein Studium der Kunstgeschichte schnell abgebrochen, um sich selbstständig zu machen: als Typograf, Designer und Erfinder zahlreicher Schrifttypen, die heute überall in der Welt den öffentlichen Raum prägen. Er hat die Fahrpläne der Berliner Verkehrsbetriebe und das Leitsystem des Düsseldorfer Flughafens entworfen - überall findet man die Spierkermann’schen Buchstaben, zu denen er ein libidinöses Verhältnis pflegt. Von dieser Hingabe und einer phänomenalen Karriere wird Erik Spiekermann in den ‚Zwischentönen’ erzählen!

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

"Wie Geister aus dem Nichts ...“
Der irische Gitarrist und Sänger Glen Hansard
Von Marlene Küster

Songs haben ein Eigenleben, meint der Sänger und Gitarrist Glen Hansard: Sie tauchen auf „wie Geister aus dem Nichts”, bleiben ein paar Minuten in deinem Kopf und verschwinden ebenso schnell, wie sie gekommen sind. Deshalb musst du sie unbedingt festhalten. Damit hat der 1970 geborene Ire sehr früh begonnen: Er ist 13, als er die Schule verlässt und sich als Musiker auf den Straßen von Dublin durchschlägt, später spielt er eine Hauptrolle im Musikfilm ‚The Commitments‘, 2008 gewinnt er zusammen mit der Pianistin Markéta Irglová einen Oscar für den Titel ‚Falling Slowly‘ aus dem Film ‚Once‘. Nach reduzierten Anfängen ist sein Sound geradezu orchestral geworden, und auf seinem achten Studioalbum ‚Between Two Shores‘ ist Glen Hansard auch politisch.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

Sandra Richter: "Eine Weltgeschichte der deutschsprachigen Literatur"
(C. Bertelsmann Verlag, München)
Ein Beitrag von Maike Albath

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Dolly ist tot, es lebe Zhong Zhong!
Oder: Wer braucht geklonte Affen?
Von Christiane Knoll

In China ist es gelungen, Affen zu klonen. Hua Hua und Zhong Zhong, zwei süße Geschöpfe, deren Gehirn unserem ähnelt. Damit stößt der jüngste Erfolg die Tür weit auf für noch mehr Versuche an Affen zur Erforschung von Alzheimer, Parkinson, Schizophrenie. Wollen wir das?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Bedrohung der Demokratie - Can Dündars Rede zur Eröffnung der Lessingtage in Hamburg

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Modernes Design für alle erreichbar" - IKEA-Gründer Ingvar Kamprad gestorben

"Die Banalität der Liebe" - Uraufführung einer Oper von Ella Milch-Sheriff in Regensburg

"Der Kaufmann von Venedig" - Karin Beier inszeniert am Schauspielhaus Hamburg

Von Aufbrüchen und Ankünften - Ausstellung in Leverkusen über das Reisen als Thema in der zeitgenössischen Kunst

Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Zwischen Korruption und Konfession - Der Libanon im Wahlkampf

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

Fußball - Bundesliga, 20. Spieltag:
Bayer 04 Leverkusen - 1. FSV Mainz 05; Hannover 96 - VfL Wolfsburg (18:00 Uhr)
Fußball - 2. Liga, 20. Spieltag:
FC St. Pauli - SV Darmstadt 98; SV Sandhausen - Dynamo Dresden;
Erzgebirge Aue - Eintracht Braunschweig
Holocaust Gedenktag - Moshe Zimmermannn im Fußballmuseum
Handball-EM - Bilanzgespräch mit Erik Eggers
Handball-EM - Interview mit Finn Lemke
Tennis - Australian Open: Herren-Finale
Ski Alpin - Weltcup der Männer in Garmisch: Riesenslalom
Skispringen - Weltcup in Zakopane/Polen: Einzelspringen
Skispringen in Ljubno/Slowenien: Frauen (Reporter nicht vor Ort)
Ski Langlauf - WM Test in Seefeld: NoKo und Langlauf
Eiskunstlauf - Warum sind die Russen so erfolgreich?
Finale der Handball-Europameisterschaft in Kroatien (20:30 Uhr)
Eintracht Frankfurt: Mitgliederversammlung mit Wahl des Präsidenten

Am Mikrofon: Astrid Rawohl

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Im Schatten der Geschichte
Der amerikanische Comic-Autor Art Spiegelman
Von Christian Gasser
Regie: Susanne Krings
Produktion: WDR/SWR 2008

Das Unterfangen schien vermessen: 1978 begann Art Spiegelman, das Schicksal seiner Eltern Wladek und Anja im Dritten Reich zu schildern. Ihren Weg von den ersten Pogromen in Polen bis ins Konzentrationslager. Als Darstellungsform wählte der Künstler den Comic. Das war neu und für viele der Gipfel der Unverfrorenheit: Die Menschen trugen frei nach Hitlers rassistischen Metaphern Tiergesichter. Als 1992 der abschließende zweite Band von ,Maus’ erschien, hatte Art Spiegelman bewiesen, dass der Comic fähig ist, jedes noch so komplexe Thema adäquat zu verarbeiten. Nach dem Welterfolg von ,Maus’ zeichnete er kaum noch Comics, sondern machte sich mit Titelbildern für die Zeitschrift ,New Yorker’ einen Namen. Erst die Anschläge vom 11. September 2001 brachten ihn zum Comiczeichnen zurück. Art Spiegelman wird am 15. Februar 70 Jahre alt.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Bohuslav Martinů
Klaviertrio 'Bergerettes'

Eugène Bozza
Fantaisie pastorale für Oboe und Klavier

Bohuslav Martinů
Quartett für Oboe, Violine, Violoncello und Klavier

Kammermusikensemble des DSO:
Martin Kögel, Oboe
Eva-Christina Schönweiß, Violine
Thomas Rößeler, Violoncello
Nikolaus Resa, Klavier

Aufnahme vom 19.1.2018 aus der Villa Elisabeth in Berlin

Am Mikrofon: Uwe Friedrich

Mit seinem Oboenquartett schaut der tschechische Komponist Bohuslav Martinů aus dem amerikanischen Exil wehmütig zurück in sein Heimatland, in das er auch nach dem Krieg nicht mehr zurückkehren sollte. Musikalisch blieb er der folkloristischen Musiktradition Böhmens jedoch verwurzelt, wo er einst beim Dorfschneider seinen ersten Geigenunterricht erhielt. Mit dem akademischen Musikleben Prags tat Martinů sich schwer und fand erst in Paris ein freieres Leben, das sich im Klaviertrio 'Bergerettes' spiegelt. Während im Oboenquartett Trauer und Wehmut vorherrschen, sind die 'Bergerettes' von einer Heiterkeit bestimmt, wie sie auch in den helleren Sätzen seiner Symphonien zu finden ist. Die Oboe als Instrument der Schäfer und Naturgötter inspirierte auch den französischen Komponisten Eugène Bozza, der gerade in seiner Kammermusik immer wieder die Schönheit der Provence zu schildern versuchte. Seine Fantaisie pastorale entstand etwa in der Zeit, in der für Martinů die Heimat bereits in unerreichbare Ferne gerückt war. Musiker des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin spielen Werke von Martinů und Bozza in der Villa Elisabeth, dem ehemaligen Pfarrhaus der Elisabethgemeinde, das zusammen mit der wiederaufgebauten Kirche Karl Friedrich Schinkels ein Zentrum für musikalische Experimente bildet.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

Hat Olympia die Unschuld verloren? - Fragen an IOC-Ehrenmitglied Walther Tröger

Die Fragen stellen Astrid Rawohl und Matthias Friebe

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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Programmtipps

Andreas Schager (Tristan) und Anja Kampe (Isolde)  (Monika Rittershaus)
Tristan und Isolde unter den LindenFeurig, aber nicht überhitzt
Musik-Panorama 16.07.2018 | 21:05 Uhr

Wenn Tristan und Isolde sich heimlich treffen, träumen sie sich ins Jenseits, denn nur dort ist ihre Liebe ewig. Richard Wagner fand hierfür eine ausdrucksstarke, mitreißende Musik. Daniel Barenboim - mit seiner langen Erfahrung - weiß sie zu beleben.

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