Mittwoch, 20.01.2021
 

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 28.02.2021
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

„Ein scharfer Wind bläst durch die Lande“
Eine Lange Nacht über Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht
Von Tobias Barth, Lorenz Hoffmann und Hartmut Schade
Regie: Tobias Barth
Wiederholung vom 12./13.01.2019

Im Januar 1919 verhört ein Freikorpsoffizier in Berlin zwei Gefangene, die von der Bürgerwehr Wilmersdorf eingeliefert wurden: Es sind die prominenten Führer des Spartakus-Aufstandes. Generalstabsoffizier Pabst weist seine Begleitoffiziere an, die beiden zu töten - dieser Doppelmord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht beendet die Revolte. Liebknechts entschlossenes „Nein!“ zu den Kriegskrediten, sein Internationalismus und Antimilitarismus, den Luxemburg entschieden unterstützt, hatte die beiden Sozialdemokraten zu Verbündeten gemacht - gegen die große Mehrheit ihrer Partei. Aus dem Gefängnis heraus (Luxemburg) bzw. von der Front her (Liebknecht) gründeten sie 1916 die Spartakusgruppe. „Ein scharfer Wind bläst durch die Lande“ ist im Spartacus Nummer 1 zu lesen, der von gezielten Verhaftungen und Einberufungen schreibt, immer träfe es die linke Opposition: „So verröchelt der famose ‚Burgfrieden‘. Die Komödie ist ausgespielt, die Masken sind gefallen.“ Zwei opferreiche Kriegsjahre später hängen Plakate in Berlin mit den Konterfeis und dem Aufruf: „Schlagt Liebknecht und Luxemburg tot!“ Der Befehlsgeber der Mörder, Waldemar Pabst, ist Strippenzieher der Faschisierung und macht Karriere im Dritten Reich, später als Waffenhändler in der Bundesrepublik. Leute wie er sind es, gegen die die 68er-Studenten auf die Straße gehen und wieder Plakate mit Luxemburgs Konterfei tragen. Rosa wird zur Ikone eines menschlichen Sozialismus gemacht, wird als poetische Briefeschreiberin, Feministin, Blumen- und Katzenfreundin entdeckt. Im Osten unseres Landes sind Karl und Rosa ein fest gefügtes Begriffspaar. Versehen mit dem Heiligenschein kommunistischer Märtyrer dienten sie der Selbstlegitimierung der SED. Bis 70 Jahre nach dem Mord Dissidenten in der DDR Luxemburg beim Wort nehmen und die Freiheit der Andersdenkenden einfordern. Bis heute gehen in den Köpfen der Linken die beiden Revolutionäre als Gespenster in einem Europa der sozialen Widersprüche um.

01:00 Nachrichten  

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

02:05 Sternzeit  

02:07 Klassik live  

Festival Alte Musik Knechtsteden 2019

Mendelssohn in Rom
Gesänge aus der päpstlichen Passionsliturgie

Ensemble Vox Werdensis
Die Rheinische Kantorei
Leitung: Hermann Max
Konzeption und Gesamtleitung: Stefan Klöckner

Aufnahme vom 22.9.2019 aus der Klosterbasilika Knechtsteden

03:00 Nachrichten  

03:05 Heimwerk  

Hans Pfitzner
Konzert für Klavier und Orchester Es-Dur, op. 31

Markus Becker, Klavier
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Constantin Trinks

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Die neue Platte XL  

05:00 Nachrichten  

05:05 Auftakt  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

Nicolas Gombert
Magnificat secundi toni
Huelgas Ensemble
Leitung: Paul van Nevel

Dietrich Buxtehude
„Wo soll ich fliehen hin?". Kantate für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Streicher und Basso continuo, BuxWV 112
La Capella Ducale
Musica Fiata
Leitung: Robert Wilson

Jan Pieterszoon Sweelinck
„Vater unser im Himmelreich". Choralvariationen für Orgel, PD 87
Peter van Dijk, Orgel

Georg Philipp Telemann
„Ich hatte viel Bekümmernis". Kantate zum Sonntag Reminiscere, TWV 1:843
Lena Susanne Norin, Alt
Veronika Winter, Sopran
Jan Kobow, Tenor
Ekkehard Abele, Bass
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Leitung: Hermann Max

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgenaufnehmen

Religiöses Wort
Manchmal muss man durch die Decke gehen. Über den christlichen Unterschied in der Nächstenliebe
Von Fra‘ Georg Lengerke
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschauaufnehmen

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 100 Jahren: Der Kronstädter Matrosenaufstand beginnt

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Alte Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

Wir haben die Macht!
Hilft Vernunft gegen Missbrauch?
Von Petra Morsbach

Können Unmächtige mit legalen Mitteln einem Machtmissbrauch abhelfen? Antwort: Im Prinzip ja - nie war das leichter als bei uns heute -, aber sie tun es nicht. Ein Versuch über die Ohnmacht der Vernunft zwischen Sicherheitsdenken und der Sehnsucht nach Freiheit, Opportunismus und Protest. Eine Fundgrube von Absurditäten und Paradoxien, mit aktuellen und alten Zeugnissen, Poesie - und einem Hoffnungsschimmer. Petra Morsbach (*1956) war früher Theaterregisseurin und ist heute freie Schriftstellerin (Sieben Romane, zwei Essays). 2020 erschien ihr Essay „Der Elefant im Zimmer. Über Machtmissbrauch und Widerstand”.

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Kirche St. Michael in Rödelsee
Predigt: Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Interview der Wocheaufnehmen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergangaufnehmen

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Zwischentöneaufnehmen

Musik und Fragen zur Person
Der Psychologe Leon Windscheid im Gespräch mit Patrick Batarilo

Leon Windscheid wurde 2015 Millionär bei „Wer wird Millionär?“. Heute ist der promovierte Psychologe Unternehmer, Autor und Bühnenkünstler. Er hat zwei Bücher zu psychologischen Themen geschrieben, sein neues Buch „Wer Mensch sein will, muss fühlen!“ erscheint im Frühjahr 2021 und beschäftigt sich unter anderem mit verloren gegangenen Gefühlen. „Altes Hirn, neue Welt“, so heißt sein Bühnenprogramm, in dem es unter anderem um die Überforderung unseres Gehirns durch die Digitalisierung geht. Da fragt sich Leon Windscheid zum Beispiel, warum wir schon beim leisesten Anflug von Langeweile sofort nach dem Smartphone greifen. Auch in seinen beiden erfolgreichen Podcasts „Betreutes Fühlen“ mit Atze Schröder und „In extremen Köpfen“ dreht sich alles um die Facetten der menschlichen Psyche. Schon als Schüler haben Leon Windscheid aber nicht nur die Psychologie und die Kunst interessiert, sondern auch das Unternehmerische. Sein erstes Unternehmen gründete er noch in der Schule. Mit der bei Günther Jauch gewonnenen Million hat sich Leon Windscheid ein Ausflugsschiff finanziert - die MS Günther, auf der kulturelle und kulinarische Veranstaltungen stattfinden.

14:00 Nachrichten  

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Rock et ceteraaufnehmen

Permanente Zeitreise
Die Progressive Rock-Supergroup Transatlantic
Von Kai Löffler

Sie wollten wieder aufleben lassen, was 20 Jahre vorher die Welt ein wenig schneller drehen ließ: die ungezügelten musikalischen Exzesse der frühen 70er-Jahre. Ein Jahr vor der Jahrtausendwende taten sich Mitglieder von Dream Theater, Spock’s Beard, Marillion und den Flower Kings zusammen und schrieben Songs, die im Schnitt 20 Minuten lang waren, voll hemmungslos wabernder Mellotrons und endloser Gitarrensoli. Transatlantic klingt wie Yes, Genesis, Kansas, Pink Floyd und The Moody Blues auf einmal. Die Welt dreht sich weiter, Musikstile kommen und gehen, aber Transatlantic klingt noch immer wie 1999 - und damit wie 1972. Und das ist kein Makel! Die Musik ist eine pure Hommage an das, was die vier Akteure in jungen Jahren inspiriert hat. Das neue Transatlantic-Album ist gleichzeitig das fünfte und sechste, denn „The Absolute Universe” erscheint in zwei Fassungen. Und die sind - trotz einiger Überschneidungen - grundverschieden. Wenn es einer Band gelingen kann, die eigenen anspruchsvollen Ambitionen noch einmal zu übertreffen, nach der Vergangenheit zu klingen und dennoch im Sound frisch zu bleiben, dann diesen transatlantischen Zeitreisenden.

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Buch der Woche

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Freistilaufnehmen

Surfology
Oder: Bretter, die die Welt bedeuten
Von Juliane Stadelmann
Regie: Eva Solloch
Produktion: NDR 2020

Der Mensch, die Welle, das Brett. Allein auf dem Meer verschafft ein Wellenritt einen süchtig machenden Nervenkitzel. Dabei geht es auch um die Überwindung der Angst. Bei den Olympischen Spielen in Tokio wäre Surfen im letzten Jahr erstmals als neue Disziplin dabei gewesen. Die Adelung des Surfens zur olympischen Disziplin ist der Anlass, die abenteuerliche Geschichte dieser Sportart in all ihren Facetten zu erzählen. Denn ursprünglich hatte das Wellenreiten einen echten Sinn: den Transport von Waren und Menschen. Das war lange bevor es zur waghalsigen Disziplin wurde. Wofür steht Surfen? Wofür steht es vor allem in Deutschland? Wie veränderte sich der Sport und welche Philosophie steckt dahinter?
Die Surflehrerin und Autorin Juliane Stadelmann trifft Mathematiker, spricht mit Historikern, lässigen Sylter Jungs und Betreibern künstlicher Wellen. Sie erzählt von ihrer großen Leidenschaft. Sie zeigt aber auch, wie aus dem Surfen ein Big Business geworden ist, durchleuchtet die Verheißungen sowie die politische und gesellschaftliche Dimension des Sports.

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Konzertdokument der Wocheaufnehmen

Paul Hindemith
„Mörder, Hoffnung der Frauen". Oper in einem Akt

Kurt Weill
"Das Berliner Requiem". Für Soli, Männerchor und Orchester


Kurt Weill
„Die sieben Todsünden". Ballet Chanté für tiefe Frauenstimme, Männerquartett und Orchester bearbeitet von Wilhelm Brückner-Rüggeberg

Berliner Philharmoniker
Rundfunkchor Berlin Chor
Philipp Ahmann, Choreinstudierung
Donald Runnicles, Leitung
Aufnahme vom 18.2.2021 aus der Philharmonie Berlin
Am Mikrofon: Jonas Zerweck

Kurt Weill und Paul Hindemith galten zu Lebzeiten als führende Köpfe der Avantgarde. Beide waren im Berlin der 20er-Jahre aktiv, Hindemith schrieb bereits 1919, mit 23 Jahren seine erste Oper: „Mörder, Hoffnung der Frauen”. Die Textvorlage ist ein Drama von Oskar Kokoschka. Die Musik klingt noch nach expressiver Spätromantik, die für den späteren Hindemith typische Sachlichkeit lässt sich aber schon erahnen. Kurt Weill ging einen anderen Weg. Über den kam er im amerikanischen Exil zum anspruchsvollen Musical. Seine Musik ist voller Raffinesse, dabei trotzdem einfach und mit Melodien, die gut ins Ohr gehen. Mit Bertolt Brecht schuf Weill nicht nur „Die Dreigroschenoper”, sondern auch „Die sieben Todsünden”, das 1933 in Paris uraufgeführte Ballett, und das „Berliner Requiem“, eine „Rundfunkkantate” von 1928. In diesem Konzert dirigiert die Berliner Philharmoniker und den Rundfunkchor Berlin Donald Runnicles, der Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin.

22:00 Nachrichten  

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Das war der Tagaufnehmen

23:26 Presseschau  

23:30 Uhr

Sportgesprächaufnehmen

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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