Die Nachrichten

Die Nachrichten

Die Nachrichten

Proteste in HongkongNeue Kundgebungen geplant

Demonstranten blockieren mit Gepäckwägen den Weg zu den Gates am Hongkonger Flughafen (Vincent Yu / AP / dpa)
Proteste am Hongkonger Flughafen (Archivbild vom 13. August 2019) (Vincent Yu / AP / dpa)

In Hongkong sind für heute weitere Großdemonstrationen angemeldet worden.

Auch am kommenden Sonntag wollen die Menschen auf die Straße gehen. Protestveranstaltungen gibt es in mehreren Stadtvierteln, unter anderem vor einem Regierungsgebäude im Ausgehviertel Wan Chai. Zuletzt hatte es gewaltsame Ausschreitungen und Zusammenstöße mit der Polizei gegeben, auch am internationalen Flughafen der Stadt.

Trump schlägt Treffen mit Xi vor

US-Präsident Trump hat wegen der Krise ein persönliches Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping vorgeschlagen. Trump schrieb auf Twitter, er habe keine Zweifel, dass Xi die Krise in Hongkong schnell und human lösen könne. Am Dienstag hatte Trump erklärt, er sei von US-Geheimdiensten informiert worden, dass Chinas Militär Truppen an der Grenze zu Hongkong zusammenziehe.

Der US-Präsident brachte die Hongkong-Krise auch in einen Zusammenhang mit den laufenden Handelsgesprächen. Eine Lösung des Handelskonflikt mit China könne warten, schrieb Trump. Erst einmal solle Peking menschlich mit Hongkong umgehen.

Chinesische Truppen nahmen derweil an der Grenze zu Hongkong an einer Militärübung teil. Sie fand nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP im Sportstadion der Stadt Shenzhen statt, die Hongkong mit dem chinesischen Festland verbindet. Auch gepanzerte Fahrzeuge und Truppentransporter fuhren in das Stadion ein.

Peking spricht von "quasi-terroristischen Angriffen"

Der Politologe Eberhard Sandschneider sagte im Deutschlandfunk, bei weiteren Eskalationen könnten die Demonstrierenden in Hongkong aus dem Ausland wohl höchstens "warme Worte" erwarten. Der Westen habe wenig Gestaltungsmacht.

Die Vertretung Pekings in Hongkong sprach zuletzt mit Blick auf die Proteste am Flughafen von "quasi-terroristischen Angriffen". Es war das zweite Mal innerhalb weniger Tage, dass die Behörden eine solche Formulierung wählten.

Die USA verschärften ihre Reisehinweise für Hongkong. Wie das Außenministerium in Washington mitteilte, sind die Bürger aufgerufen, bei Reisen in die chinesische Sonderverwaltungszone eine erhöhte Wachsamkeit an den Tag zu legen.