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Provisionen für MieterBundesverfassungsgericht bestätigt "Bestellerprinzip" bei Maklern

Besonders in Ballungszentren ist der Bedarf an Wohnungen gestiegen (dpa / picture-alliance / Armin Weigel)
Wenn ein Mieter einen Makler einschaltet, muss er ihn auch bezahlen - diese Regelung bestätigten die Verfassungsrichter nun. (dpa / picture-alliance / Armin Weigel)

Das Bundesverfassungsgericht hat die seit einem Jahr geltende Neuregelung der Maklerprovisionen für rechtens erklärt.

Das 2015 eingeführte sogenannte Bestellerprinzip schränke zwar die Berufsfreiheit der Makler ein, sei aber gerechtfertigt, urteilten die Karlsruher Richter. Der Gesetzgeber habe nachvollziehbar festgestellt, dass die früher auf dem Mietwohnungsmarkt übliche Praxis zu "sozialen und wirtschaftlichen Ungleichgewichten" zulasten der Wohnungssuchenden geführt habe. Damit scheiterten die Klagen von zwei Maklern und einem Vermieter.

Die Neuregelung besagt: Wer einen Makler einschaltet, muss ihn auch bezahlen. Zuvor wurde die Provision meist dem neuen Mieter in Rechnung gestellt.

(Az. 1 BvR 1015/15)