Donnerstag, 11. August 2022

Simbabwe
Prozess gegen Tsitsi Dangarembga erneut vertagt

In Simbawe ist der Prozess gegen die Autorin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga erneut vertagt worden. Das Gericht lehnte den Antrag der Verteidigung auf Entlastung ab. Nun soll nächste Woche ein Urteil gesprochen werden.

04.08.2022

    Porträtaufnahme der simbabwischen Autorin Tsitsi Dangarembga. Sie ist Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2021. Dangarembga trägt eine orangefarbene Jacke über einer orange-braun-weiß gemusterten Bluse. Ihre Haare trägt sie zu vielen Zöpfen geflochten.
    Couragiert erhebt Tsitsi Dangarembga in ihrer Heimat Simbabwe immer wieder ihre Stimme gegen Gewalt und Korruption. Das brachte ihr die Verfolgung durch die autoritäre Regierung ein. (picture alliance / dpa / Sebastian Gallnow)
    Die Vize-Präsidentin der Schriftstellervereinigung PEN-Deutschland, Zetzsche, sagte im Deutschlandfunk, es handele sich bereits um ein Urteil. Die Richterin des Antikorruptionsgerichts, das dem Präsidentenbüro unterstehe, sei der Staatsanwaltschaft komplett gefolgt. Es gebe keine Gewaltenteilung. Zudem solle mit dem Prozess ein Zeichen gegen Kritiker und Bürger gesetzt werden, die ihre Meinung sagten.
    Der Preisträgerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels werden öffentlicher Aufruf zur Gewalt, Friedensbruch sowie Verstöße gegen Corona-Auflagen vorgeworfen. Dangarembga hatte 2020 friedlich für Reformen demonstriert. Mehr als 27 Mal musste sie seither vor dem Richter erscheinen. Die Anklage dient in den Augen vieler Beobachter als Warnung.