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Prozess nach #metooTeilerfolg für Weinstein

Der US-Filmproduzent Harvey Weinstein.  (AFP / Yann COATSALIOU)
Der US-Filmproduzent Harvey Weinstein. (AFP / Yann COATSALIOU)

Der wegen Vergewaltigung angeklagte Ex-Filmproduzent Harvey Weinstein hat in seinem bevorstehenden Strafprozess einen Teilerfolg errungen.

Die Staatsanwaltschaft ließ einen der sechs Anklagepunkte gegen den 66-Jährigen fallen. Dabei geht es um Vorwürfe der früheren Schauspielerin Lucia Evans. Evans hatte Weinstein in einem Beitrag des "New Yorker" vor einem Jahr beschuldigt, sie 2004 bei einem Arbeitstreffen in seinem Büro zum Oralsex gezwungen zu haben. Nun tauchte eine schriftliche Stellungnahme von Evans auf, die darauf hindeutet, dass der Sex der beiden einvernehmlich stattfand. Der "New York Post" zufolge hatte Evans' früherer Arbeitgeber das Dokument auf einem Firmencomputer gefunden und an die Staatsanwaltschaft gegeben.

Die Klage auf Grundlage der Vorwürfe von zwei weiteren Frauen hat weiterhin bestand. Die Klage steht damit aber auf wackligeren Füßen als zuvor. Einen Termin für einen möglichen Prozessbeginn gibt es noch nicht. Weinstein hat auf nicht schuldig plädiert. Bei einer Verurteilung droht ihm im schlimmsten Fall eine lebenslange Haftstrafe. Im Zuge des Weinstein-Skandals wurde der Hashtag #metoo populär, unter dem Frauen seitdem auf das Ausmaß sexueller Belästigung und sexueller Übergriffe aufmerksam machen.