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PsychologieStress macht empfänglicher für schlechte Nachrichten

Ein Mann stützt sein Gesicht in seinem Händen ab. (imago stock&people)
Stress macht uns empfänglicher für schlechte Nachrichten (imago stock&people)

Eine positive Grundeinstellung kann unter Stress schnell verloren gehen.

Das haben britische Forscher herausgefunden. Dazu führten sie zwei Experimente durch - einmal mit Freiwilligen im Labor und einmal mit Feuerwehrleuten auf der Wache. Ergebnis in beiden Fällen: Setzten die Forscher die Teilnehmer unter Stress, wurden sie empfänglicher für schlechte Nachrichten. Sie schätzten das Risko für sich realistischer ein, Opfer von Kreditkartendiebstahl oder Einbruch zu werden. Für die Forscher zeigt das, dass wir unter Stress Gefahren ernster nehmen.

Die Forscher sagen, dass es uns in der Evolutionsgeschichte wohl hilfreich war, dass wir flexibel zwischen einer optimistischen und einer pessimistischen Grundeinstellung hin und her schalten können. Das erleichtert es uns, in sicheren und unsicheren Umgebungen zu bestehen. Die Forscher meinen umgekehrt aber auch, dass eine gewisse Portion Ignoranz hilfreich sein kann, um sich seinen Optimismus zu bewahren.