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StartseiteRock et cetera„Alles ist irgendwie politisch“29.03.2020

Punkrock-Band Turbostaat„Alles ist irgendwie politisch“

Die Punkrocker der Band Turbostaat kennen sich aus der nordfriesischen Kleinstadt Husum. Auf ihrem siebten Album "Uthlande" kehren sie zu ihren Wurzeln zurück, es geht viel um Persönlichkeiten aus der norddeutschen Heimat. Die Musik aber ist schnell, geradlinig - und dennoch finden politische Themen ihren Platz.

Von Anja Buchmann

Fünf junge Männer stehen zum Porträt vor der Kamera (Andreas Hornhoff)
Turbostaat haben immer noch einen engen Bezug zur ihrer Kindheit in Husum (Andreas Hornhoff)
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Turbostaat: Punk und Rock, Wut und Melancholie, Geschichten und Haltung. Seit 21 Jahren spielen sie zusammen. Es begann im nordfriesischen Husum, genauer gesagt, im Speicher, einem Kulturzentrum, in dem der Schlagzeuger der Band Konzerte veranstaltet hat. Und dort haben sich die fünf Jungs einen Raum leer geräumt, um darin zu proben. Das war 1999. 

Jan Windmeier: "Mit Marten bin ich groß geworden in einem Dorf, und wir haben, seitdem wir 15 sind, zusammen Musik gemacht. Dann haben sich die ersten Bands, die haben sich ein bisschen zerschlagen, und jeder von uns, der in dieser Band spielt, hatte irgendwie ein Projekt, hat Musik gemacht. Und wie das dann so ist, mit 18, 19 in so einer kleinen Stadt, hauen alle ab, die man so kennt. Und wir waren so die letzten Verbliebenen, die zusammen ein Interesse hatten. Und das war diese ganze Kulturszene Punkrock, Hardcore, Konzerte. Und wenn man in Husum auf ein Konzert geht, dann kennt man sich zwangsläufig. Und so wusste man natürlich auch: Der da vorne mit den roten Dreadlocks, der da steht, spielt super Schlagzeug..."

...das ist Peter Carstens, inzwischen ohne Dreadlocks.

"...Marten spielt Gitarre,"

Marten Ebsen, der Songschreiber."...und ich kann nichts anderes außer Rumbrüllen. Und dann hat man Roland gefragt. Von dem wusste man auch, der kann Saiteninstrumente spielen."

Rollo Santos, Gitarre.

"Der hat dann die erste Probe Bass gespielt, hat ihm nicht so gefallen. Und der kannte halt dann den Tobert. Und dann hat er gesagt: Ich nehme mal jemanden mit, der den Bass spielt, weil ich hab viel mehr Lust, Gitarre zu spielen."

Also spielte Tobert Knopp den Bass. Fünf Jungs, die sich in Husum zusammen gefunden haben und inzwischen in Berlin, Hamburg und Flensburg leben.

"Ich glaube, wir sind alle ganz, ganz unterschiedlich. Aber uns verbindet so die Liebe zum Dilettantismus, würde ich es mal nennen. Wir hatten ja keinen großen Pläne, als wir angefangen haben damals. Wir haben einfach drauflos gespielt. Drei Akkorde, vielleicht mal einer dazu, und dann war es auch nicht so wichtig, dass Roland auf der Gitarre nur vier Saiten hatte. Bei den ersten beiden Platten einfach zusammen laut seine Musik machen und Bänder aufnehmen, damals mit Kassette. Und dann diese Kassetten per Post in Autonome Zentren, in Jugendzentren, in Kulturvereine schicken, die es so in Deutschland gab, und hoffen, dass man dann irgendwie willige Menschen findet, die einem sagen: Ja, kommt vorbei und seid halt einfach mal laut, und ihr könnt hier bei uns spielen, und wir machen mal etwas zu essen. Und wir finden auch jemanden, wo wir pennen können. Und ein Bier kriegen wir auch."

Musik: "Am 1. Mai ist Weltrevolution, weitersagen"

"Am 1. Mai ist Weltrevolution, weitersagen" von Turbostaats erstem Album Flamingo aus dem Jahr 2001. Inzwischen spielt Rollo übrigens alle sechs Saiten der Gitarre. Anfangs waren ihm die beiden Basssaiten im Weg, da hat er sie einfach abgeschnitten. Erst zur dritten Platte hat er sich getraut, die tiefen Saiten wieder aufzuziehen. Die Texte von Turbostaat schreibt schon immer der andere Gitarrist, Marten Ebsen. Anfangs war er auch derjenige, der hauptsächlich Interviews gegeben hat, da auch ein Großteil der Songideen von ihm stammen – inzwischen aber gibt auch Sänger Kai Windmeier Auskunft.

Husumer Originale auf Uthlande

"Wir sind zusammen aufgewachsen in einem Dorf. Wir haben zusammen Konfirmandenunterricht und sowas gemacht. Wir kennen uns wirklich. Da waren wir ganz klein. Und mir fällt es dann, weil wir eine gleiche Sprache haben, sehr leicht, diese Texte zu verstehen. Da muss man da nicht viel drüber reden. Aber wenn es Redebedarf gibt, dann tue ich das natürlich auch. Da wir beide immer zusammen von Berlin nach oben in den Norden fahren und im Zug viel Zeit haben, können wir auch viel darüber sprechen. Für mich ist das sehr wichtig."

Sie fahren regelmäßig hoch in den Norden, nach Husum – und haben auch noch engen Bezug zum Ort ihrer Kindheit und Jugend. Was man auf einigen ihrer Alben hört. Doch beim aktuellen "Uthlande" ist es besonders deutlich.

"Da gibt es halt viele Lieder diesmal, die Leute, die aus Husum oder Husumer Umfeld kommen, definitiv nicht für kryptisch halten. Weil es ganz klar Geschichten über Personen sind, die für etwas herhalten sollen. Es soll nicht die Geschichte der Person sein, sondern diese Person dient dazu, eine Geschichte zu erzählen, die in jeder Stadt passieren kann."

Als Nicht-Husumerin weiß man natürlich nicht, wer mit "Stine" gemeint ist, der ein Song gewidmet ist: eine Frau mit Schmutz zerfurchten Händen, lieben Augen, einem Sacktau statt eines Gürtels und von den Nachbarn als Hexe verschrien. Im Refrain heißt es: "Und wenn du endlich tot bist, wirst du als Original in die Chronik dieser Stadt eingehen".

"Eine ganz alte Husumerin, die einfach irgendwann... Husum wurde so um sie herum gebaut. Und sie ist nicht weggegangen, sondern sie wollte ihren Hof weiter betreiben. Damit war sie glücklich, und die ist dann auch, als der neue Straßen gebaut worden sind, die so um Husum herum führen in die Innenstadt, damit alles schneller irgendwo hinkommen, ist trotzdem da noch diese Straßen mit ihrem Trecker gefahren und hat für viel Flucherei gesorgt, weil sie halt mit dem Trecker nicht so schnell war und sie diese norddeutsche Ruhe hatte und wahrscheinlich ganz viele Leute auch in diesem angrenzenden Neubaugebiet sich darüber beschwert haben, dass es nun mal nach Landwirtschaft riecht, in Ihrem Garten. Oder wenn Sie das Fenster aufmachen."

Musik: "Stine"

"Damals haben viele Leute nicht gut über sie gesprochen oder nicht gut über sie gedacht, bilde ich mir jetzt ein, was man mitbekommen hat als wir jung waren. Sie wurde immer belächelt. Und irgendwann, als sie dann tot war, wurden dann tatsächlich Bücher über sie geschrieben. Wurde dann noch nochmal das alte Filmmaterial vom NDR, die haben Sie mal besucht, und da haben wir dann so: "Wie ist denn so als Stadt Bäuerin und du machst das alles allein", dann hat sie auch mal eine Kamera reden dürfen. Sie wurde so… ach ja, Mensch, wir kennen sie ja noch alle - auf einmal. Nachdem sie halt tot war und dann auch relativ schnell der Hof dann gebrannt hat, nach dem Tod – da war sie auf einmal so eine Beliebte, wir mochten sie ja alle. Ein typisches Husumer Original. So wie das auch in dem Text ganz klar gesagt wird: Wenn du erst mal tot bist, dann ja."

Theodor Storms Urenkel

Einer anderen Gestalt aus Husum haben Turbostaat ebenfalls ein Lied gewidmet: Luzi. Der Urenkel von Theodor Storm, Autor der Novelle "Der Schimmelreiter" und gebürtiger Husumer. Und Luzi lebte auch in der Stadt.

"Der war immer so ein bunter Vogel, der gerne barfuß laufend in die Luft guckend und auf der Suche nach sich und dem Umgang mit der Welt glaube ich, durch durch Husum gelaufen ist. War ganz lange das Gerücht, der ist irgendwann mal auf LSD oder auf irgendwas hängengeblieben. Er war so ein Kauz. Man hat Husum besucht, man hat Luzi gesehen - der bleibt in Erinnerung. Den kannte auch jeder. Auch so ein stadtbekannter Mensch jetzt, unabhängig davon, dass er der Urenkel von Theodor Storm ist, das wissen wahrscheinlich gar nicht so viele. Für viele ist er wahrscheinlich der Crazy Luzi, der nichts weiß mit seinem Leben anzufangen."

Musik: "Luzi"

Und zum Song "Luzi", quasi als inhaltliche und musikalische Abwandlung, in deutlich langsamerem Tempo: "Stormie" in Anspielung an den Urgroßvater Theodor Storm.

"Einmal ist es halt quasi ein Perspektivwechsel, einmal wird auf Luzi geschaut und einmal wird aus Luzi heraus geschaut. Ein Perspektivwechsel. Es ist ein Geschwindigkeits- und Perspektivwechsel, aber der gleiche Refrain."

Eines der wenigen langsameren Lieder auf Turbostaats aktuellem Album "Uthlande" - übrigens ein Ausdruck für die dem Festland vorgelagerten Außenlande, wie Inseln und Halligen. Und der Kinderchor im Hintergrund ist nicht irgendein Chor, sondern:

"Ja, das ist die Rasselbande von Turbostaat. Die echten Turbostaat-Kinder, es gibt mittlerweile halt viele. Insgesamt neun jetzt in einem Alter! Fanden die Idee ganz schön einfach mal, die singen zu lassen? Ich bin ohne Kinder, aber dafür hat der weise Peter Carstens vier, der hat das für mich mit übernommen."

Einfach mal wieder drauflos spielen

Viervierteltakt, stoischer Achtel-Bass, zwei Gitarren, die Akkorde dreschen und auch mal melodische Linien spielen und dazu die meist kraftvoll brüllende, manchmal auch erkennbar singende Stimme des Kai Windmeier. Die Musik auf "Uthlande" ist klar, punkig und schnörkellos. Im Unterschied zur letzten Platte "Abalonia", auf der Songwriter Marten Ebsen etwas mehr experimentiert hatte, um aus den Ritualen des ewig gleichen Stückeschreibens und dem Strophe-Refrain-Schema heraus zu kommen. "Abalonia" ist eine Art Konzeptalbum, das mit einer Mischung aus Mithüpf-Punk, Rock und etwas Wave die Geschichte einer Flucht erzählt. Der Aufbruch zum imaginären Sehnsuchtsort Abalonia.

"Wir haben das erste Lied für die Platte geschrieben und waren der Meinung, dass man ein bisschen – und ich meine das jetzt nicht absolut –, ein bisschen erzählerischer werden wollte. Ich habe schon immer so geschrieben und auch die Musik sollte etwas erzählerischer werden, nicht einfach nur Strophe, Refrain, Strophe, Refrain und fertig ist die Wurst, sondern mal andere Wege gehen. Und daraus ist die Idee entstanden, denn aus so einer Reise kann man viel machen. Jemand läuft rum, trifft Leute, da kann man ja jedes x-beliebige Thema oder jede x-beliebige Person treffen. Deswegen hab ich schon am Anfang in diese Richtung gedacht.

Musik: "Ruperts Gruen"

"Auch dieser Drang, mal wieder nach vorne zu spielen, nachdem man sich bei "Abalonia" auch mal nach links und rechts bewegt hat, was musikalische Ausflüge angeht"

- erzählt Sänger Jan Windmeier

"und langsame Lieder spielen, die halt - weil man es nicht so gewohnt ist von früher - sehr anstrengend sind. Man muss sich sehr konzentrieren, um gut und mit genügend Kraft langsam zu spielen. Das ist gar nicht so einfach. Und jetzt war das so ein bisschen das Gefühl wie früher, zu dieser Flamingo- und Schwan-Zeit."

Die ersten beiden Alben von Turbostaat

"Einfach mal los spielen und wenn es poltert und wenn das Lied schnell ist, dann bleibt es jetzt schnell, dann poltert das halt. Aber das wollen wir so. 2001, als die erste Platte rauskam, nicht so genau gewusst, was man tut und einfach Platten gemacht und dann irgendwann sich mehr Gedanken darüber gemacht beim Liederschreiben, dann sich mal ausprobieren, was man alles so machen könnte. Bis hin zu dem: Jetzt haben wir uns aber auch ein bisschen ausprobiert und da haben wir Bock, einfach mal wieder drauflos zu spielen."

Musik: "Heilehaus"

Auch wenn die fünf Musiker ihre Gruppe nicht vordergründig als politisches Projekt betrachten, so spielt Politik dennoch eine Rolle. Im weiteren Sinne:

"Alles, was du tust, hat in irgendeiner Art und Weise ein politisches Ergebnis. Ganz egal, wie du dich verhält. Alles ist irgendwie politisch, auch wenn du dich nicht verhältst."

Rattenlinie Nord

Diese Haltung zeigt sich auf "Uthlande" besonders deutlich bei einem Song: "Rattenlinie Nord" - in Anlehnung an die Route, durch die viele der übrig gebliebenen Größen des Nationalsozialismus am Ende des 2. Weltkriegs in Richtung Flensburg zu flüchten versuchten, wo sie zum Teil Papiere für neue Identitäten erhielten. Im Flensburger Ortsteil Mürwik wurde der sogenannte Sonderbereich Mürwik für die letzte Reichsregierung unter Großadmiral Karl Dönitz eingerichtet. Und zu dieser Thematik hat Marten Ebsen den Titel "Rattenlinie Nord" verfasst, in dem er auch über die Enkel der zum Teil untergetauchten Nazis spekuliert – versehen mit einem Originalton aus einer Fernseh-Dokumentation zum Thema.

"Wir kannten dann irgendwann alle diese Dokumentation. In einem Lied, in dieser Stelle, dieser musikalischen Stelle war es halt so, dass... früher hat man wir als Punker waren, hat man in solche Stellen immer irgendwelche Samples oder so rein getan. Und irgendwie hat jeder damit gedanklich so ein bisschen gespielt. Das ist genau so eine Stelle, da könnte total gut ein Sample reinpassen. Als ich das erste Mal diese Idee gehört habe, war ich gerade persönlich privat in so einer Situation: Es ging mir total toll. Ich war auf einer Insel, ich war in der Sonne, ich hatte ein fantastisches Leben in dem Moment, und dann kam diese Idee, und ich hab mir das im Kontext zu dieser Musik angehört und dachte Oh, ist das eklig. Ist das beißend. Das ist so nagend, ich weiß nicht, ob ich das gerade gut finde. Das hat sich aber schnell umgekehrt. Irgendwann nach mehrmaligem Hören dachte ich: Dieses Lied hat ja auch eine Dringlichkeit. Und gerade auch dieser Abschnitt, was da gesagt wird, passt halt fantastisch in dieses Lied und ich bin sehr froh, dass wir es getan haben."

Musik: "Rattenlinie Nord"

"Passt natürlich aktuell auch ganz gut. Dass man in Stellungen halt rechtes Gedankengut findet, was halt ganz viel ebnet, auch in der Politik oder jüngst bei der Bundeswehr oder bei der Polizei. Das war aber gar nicht unser Anliegen bei diesem Lied eigentlich, dass es derzeit aktuell gerade wieder so gut passt, ist traurig genug. Aber ich glaube, damit kann jeder was anfangen. Deswegen ist der Song vielleicht am politischsten. Jeder kann das genauso scheiße finden wie wir. Es wird ja auch durch ein Sample und durch ein Wort wie Rattenlinie Nord, was sehr greifbar ist. Es ist am offensichtlichsten."

"Wir kommen ja aus diesem Punk-Ding"

Und einen so offensichtlichen, eindeutigen politischen Song zu schreiben, war früher gar nicht in der Form nötig, überlegt der Turbostaat-Sänger:

"Nicht weil es diese Themen nicht gab, sondern einfach, weil wir in so einem kleinen Mikrokosmos waren. Die Konzerte, die man gespielt hat, vor den Leuten, für die man Musik gemacht hat – denen musste man nicht erklären, dass man gegen Nazis sein soll. Wir kommen aus diesem Mikrokosmos und den haben wir auf eine gewisse Art und Weise auch musikalisch nie so wirklich verlassen."

Das bestätigt auch Marten Ebsen – auch wenn er sich in seiner Aussage vor drei Jahren auf ihr letztes Studioalbum  Abalonia bezog – dessen musikalische Erzählung einer Fluchtgeschichte natürlich schnell mit aktuellen Migrationsbewegungen verbunden wird.

"Wir kommen ja aus diesem Punk-Ding und Antifa. Wir sind mit dieser Fremdenfeindlichkeit in Deutschland Anfang der 90er groß geworden, da sind wir politisiert worden. Und das spielt schon ne große Rolle in unserem Leben und man ist da auch relativ hellhörig dann. Weil es eine Sache ist, mit der man sich nun schon seit Jahrzehnten befasst und dagegen engagiert."

Musik: "Hau ab die Schildkröte"

"Hau ab die Schildkröte" von Vormann Leiß, das erste von Moses Schneider produzierte Album. An den Berliner Produzenten sind Turbostaat über die inzwischen befreundete Band Beatsteaks gekommen. Denn die fragte sie Anfang der 2000er an, ob sie nicht mal zusammen auftreten wollten.

"Und wir haben erst gesagt: Auf gar keinen Fall in dieser großen Halle vor dieser kommerziellen Band. Damals waren wir noch so, und dann haben wir irgendwann gesagt: Ja, warum eigentlich nicht? Und dann haben wir da gespielt und hatten einen fantastischen Abend. Nicht, weil unser Konzept so super war, sondern einfach, weil die Leute drumherum einfach zuckersüß waren. Und da ist so eine Freundschaft auch zu den Beatsteaks halt passiert. Dann kam irgendwann dieses "Frieda und die Bomben", dass die diesen Song gespielt haben."

Der Fu Manchu-Track "Hell on wheels", den die Beatsteaks covern wollten.

"...diese Cover-Versionen, dann gesagt haben: ‚Lass mal auf Deutsch machen – ach nee, auf Deutsch können wir nicht so gut singen. Dann lass mal Jan fragen und lass mal Marten den Text schreiben. Und dann haben wir Moses kennengelernt, und Moses ist jetzt mittlerweile unser langjähriger Produzent und war damals der Produzent der Beatsteaks."

Musik: "Frieda und die Bomben"

Durch die Beatsteaks und Moses Schneider-Kontakte kamen Turbostaat auch für ein paar Jahre zum Majorlabel Warner Music, von dem sie sich nach der Platte "Das Island Manöver" wieder trennten.

Seit zwei Alben ist neben Moses Schneider zusätzlich noch Produzent Tim Tautorat im Aufnahmeteam, der unter anderem mit The Kooks, Faber, Pharrell Williams, Herbert Grönemeyer, Eagles of Death Metal und annenmaykantereit gearbeitet hat – als Produzent und als Toningenieur. Eine große musikalische Spannbreite, die den studierten Tonmeister fasziniert. Bei der Arbeit mit Turbostaat ist er der Mann für den klanglichen Feinschliff.

"Absolutes Dream-Team. Moses und Tim. Moses macht sich die Notizen und du hast dann das Gefühl: Aber du sagst doch jetzt irgendwie vier Stunden nur mit Augen zu da und hast Musik gehört. Aber der hat sich die ganze Zeit Notizen gemacht, und er kann ja am Ende des Tages sagen: Version 4 von dem mit dem Lied war das Beste, was ihr heute gespielt habt. Und dann hat er Recht. Und Tim kann dann genau diesen Sound umsetzen. Wir mit unserem nicht vorhandenen  Verständnis von diesem ganzen Studio, sagen: Aber das wäre toll, wenn der Bass da noch irgendwie knarziger wird. Und knarzig ist ja ein Wort, da kannst  du ja in viele Richtungen gehen. Und Tim macht einen Vorschlag und.. Ja, Mann. Genau das."

Musik: "Ein schönes Blau"

"Ein wichtiger Teil ist, dass niemand von uns irgendwann mal angefangen hat, Musik zu machen, um erfolgreich Musik zu machen, sondern es standen immer der Spaß im Vordergrund. Wir sind so im Laufe der Jahre so rein gestolpert in die größere Aufmerksamkeit, dass man größere Bühnen dann auch mal spielen kann. Das war nie der Grund, warum wir angefangen haben Musik zu machen. Und wenn wir Konzerte gespielt haben, dann hat man schnell gemerkt, dass man total viel Spaß oben auf der Bühne zusammen hat."

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