RusslandPutin entlässt nach Foltervideos Chef des Strafvollzugs

Nach dem Bekanntwerden von Folter-Videos aus russischen Gefängnissen hat Präsident Putin den Chef des nationalen Strafvollzugs, Kalaschnikow, entlassen.

25.11.2021

Ein russisches Gefängnis
Nach Foltervorwürfen in russischen Gefängnissen wurde der Chef des nationalen Strafvollzugs entlassen. (Kirill KUDRYAVTSEV / AFP)
Dies wurde in Moskau bekanntgegeben. Die Foltervideos aus einem Gefängniskrankenhaus in der Stadt Saratow und aus anderen Haftanstalten hatten in der russischen Öffentlichkeit Entsetzen ausgelöst. Zu sehen sind schwere Misshandlungen von Häftlingen durch Mitgefangene, aber auch durch Bedienstete. Mehrere Verantwortliche wurden entlassen und Strafverfahren gegen sie eingeleitet.
Die Gefangenen-Hilfsorganisation Gulagu.net hatte die Filmaufnahmen veröffentlicht. Sie waren von Häftlingen aus den Gefängnissen geschmuggelt worden. Menschenrechtler fordern schon seit langem eine Reform des russischen Strafvollzugs. Sie prangern Gewalt und miserable Haftbedingungen an.
Diese Nachricht wurde am 25.11.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.