Montag, 27.09.2021
 
Seit 10:30 Uhr Nachrichten
StartseiteJazzDas schlagende Herz der Band30.01.2021

Radionacht JazzDas schlagende Herz der Band

Musikalisch ist der Bass unverzichtbar, doch klanglich bleibt er oft im Hintergrund. In dieser "Radionacht Jazz" steht er im Mittelpunkt - akustisch und elektrisch, vom New Orleanser Two Beat bis zum virtuosen Fusion-Gewitter.

Am Mikrofon: Michael Kuhlmann

Ein Mann im Anzug spielt Kontrabass auf einer in blaues Licht getauchten Bühne. Er hat die Augen geschlossen und lächelt versonnen. (imago images/ Fotoarena)
Er gilt als der am häufigsten aufgenommene Kontrabassist der Musikgeschichte: Ron Carter. (imago images/ Fotoarena)
Mehr zum Thema

Linda May Han Oh Quartett Bassistin der Stunde

Cologne Duets Shannon Barnett & David Helm

Cologne Duets Sebastian Gille & Robert Landfermann

Neue Musik Hans Werner Henzes Werke für Kontrabass

Bands ohne Harmonieinstrument oder Schlagzeug gab es im Jazz häufiger. Aber ohne den Bass lief meist wenig. Louis Armstrong baute in den 20ern auf den Pionier Pops Foster. Dass Count Basies Orchester in den 30ern swingte wie kein anderes, lag maßgeblich auch an Walter Page. Ray Brown wurde mit seinem satten Ton und seinem unfehlbaren Rhythmusgefühl zur Legende des modernen Mainstream. Ron Carter war Rückgrat des zweiten Miles-Davis-Quintetts, einer der wegweisenden Gruppen der Jazzgeschichte. Im Rock Jazz verlieh Jaco Pastorius auch dem elektrischen Instrument einen gesanglichen Sound. Dieses Erbe entwickeln heute junge Musiker wie Hadrien Feraud weiter. Individualisten wie Eberhard Weber dagegen verbanden Eigenheiten des elektrischen mit denen des akustischen Basses – und schufen damit unverwechselbare, zeitlose Klänge.
Im Zeichen der tiefen Töne geht die Sendung auf eine Reise durch 100 Jahre Jazzgeschichte.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk