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RaumfahrtSonde soll mit Wasser von Himmelskörper angetrieben werden

Illustration eines Asteroiden (imago stock&people)
Illustration eines Asteroiden (imago stock&people)

An der University of Central Florida entwickeln Forscher derzeit eine Raumsonde, die mit Dampfdruck durch das All fliegen soll.

Die kleine Sonde soll Wasser aus Asteroiden, Monden, Planeten oder anderen Himmelskörpern gewinnen und dieses in Dampf für ihren eigenen Antrieb umwandeln, schreiben die Forscher auf der Internetseite des Instituts. Die Sonde mit dem Projektnamen Wine ("World is not enough") sei in etwa so groß wie eine Mikrowelle. Mit Hilfe eines Bohrers gewinnt das Gerät Eis aus der Oberfläche der Himmelskörper, das anschließend geschmolzen und verdampft wird. Auf diese Weise könne sich die Sonde quasi endlos von Himmelskörper zu Himmelskörper bewegen, solange sie Wasser als Treibstoff finde. Damit könne man potenziell den Mond, Ceres, Europa, Titan und Pluto erkunden. Ein erster Test mit einem Prototypen sei bereits erfolgreich gewesen - die Sonde habe Wasser abbauen und von der Erde abheben können.

Bei den Experimenten auf der Erde habe vor allem die Schwerkraft eine Herausforderung dargestellt. Diese sei aber auf den meisten anderen Himmelskörper sehr viel geringer. Außerdem benötige die Sonde für das Kochen von Wasser viel Energie, vor allem bei der geringen Außentemperatur im Weltall. Damit die Raumsonde theoretisch endlos im Weltall operieren kann, soll sie über Solarpanele verfügen, die Energie für die Dampfproduktion zur Verfügung stellen. Alternativ könnten kleine Heizeinheiten mit radioaktivem Plutonium zum Einsatz kommen.