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RBB- und WDRText für FDP-Magazin geschrieben - Moderator Jörg Thadeusz nicht mehr auf Sendung vor Bundestagswahl

Der Moderator Jörg Thadeusz zu Gast in der ARD Talkshow "Maischberger, die Woche". (dpa)
Moderator Jörg Thadeusz (dpa)

Beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) wird es vor der Bundestagswahl keine Sendungen mehr mit dem Moderator Jörg Thadeusz geben.

Das teilte die beiden Sender in Berlin und Köln mit. Hintergrund ist, dass Thadeusz einen Text für ein Magazin des FDP-Landesverbands in Berlin ("Chancen - Das Magazin vor der Wahl") verfasst. Am 26. September stimmen die Berliner nicht nur über den Bundestag, sondern auch über die Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses in der Hauptstadt ab. Thadeusz erklärte nach Angaben des RBB, er müsse konstatieren, dass ihm seine Veröffentlichung als Parteinahme ausgelegt werde. Er wolle nicht, dass die Kollegen sich wegen seines Fehlers Zweifel an ihrer journalistischen Integrität ausgesetzt sähen. Bereits beim Wahlkampf 2017 hatte es schon einmal eine ähnliche Problematik mit Thadeusz gegeben.

Thadeusz gehört zu den bekanntesten Moderatoren beim RBB. Zudem moderiert auch eine Radiosendungen für WDR 2. Bei dem Sender dürfen laut Geschäftsordnung Mitarbeitende während eines Wahlkampfs in den sechs Wochen vor dem Wahltermin in keiner Rundfunksendung auftreten, wenn sie sich im Wahlkampf aktiv betätigen. Ähnlich sind die Regeln beim WDR.

Zweiter Fall beim RBB

Das Medienmagazin "Übermedien" hatte jüngst einen weiteren Fall beim RBB bekanntgemacht. Mit der Moderatorin Marion Brasch vereinbarte der Rundfunk Berlin-Brandenburg bereits zuvor, dass sie bis zur Wahl nicht mehr auftritt. Brasch hatte einen Wahlaufruf für den Spitzenkandidaten der Linken in Berlin, Lederer, unterzeichnet.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.