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Reaktionen auf die WahlHaseloff dankt Wählern für "Abgrenzung nach rechts"

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff wertet den klaren Sieg seiner CDU bei der Landtagswahl als ein Zeichen gegen Rechts.

Er sei den Bürgern dankbar, dass sie diese Abgrenzung vorgenommen hätten, sagte Haseloff in Magdeburg. Auf mögliche Koalitionspartner wollte er sich noch nicht festlegen. Man müsse in aller Sachlichkeit danach schauen, was für das Land gut sei, sagte Haseloff im ZDF. Von Bundesthemen oder der Bundestagswahl dürfe man sich nicht instrumentalisieren lassen. Landesjustizministerin Keding sprach sich derweil für eine Koalition mit SPD und FDP aus. Hier sehe sie größere Schnittmengen als bei dem bisherigen Regierungsbündnis mit Beteiligung der Grünen, erklärte die CDU-Politikerin. Ähnlich äußerte sich der CDU-Landesfraktionschef Borgwardt.

AfD-Spitzenkandidat Kirchner äußerte sich trotz Verlusten zufrieden mit dem Ergebnis und erklärte zugleich, seine Partei sei lange totgeschwiegen und mit Hetze überschüttet worden. SPD-Landeschef Schmidt appellierte an die CDU, bei ihrer Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD hart zu bleiben.

Sowohl die Sozialdemokraten als auch die Grünen erklärten sich bereit, mit den Christdemokraten über die Fortsetzung ihrer bisherigen Koalition zu sprechen. Auch die FDP wäre nach eigenen Angaben zu einer Regierungsbeteiligung bereit. Die Linke wertete ihre Verluste als herbe Niederlage und kündigte eine harte Oppositionsarbeit an.

Diese Nachricht wurde am 06.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.