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ReaktionenEntsetzen und Solidarität nach Anschlag in Halle

Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, äußert sich in der Würzburger Synagoge zu dem Terrorangriff in Halle. (Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland (Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat im Zusammenhang mit dem Terroranschlag Vorwürfe gegen die Polizei erhoben.

Es sei skandalös, dass die Synagoge in Halle an einem Feiertag wie Jom Kippur nicht geschützt gewesen sei, sagte Zentralrats-Präsident Schuster am Abend in Berlin. Wie durch ein Wunder sei nicht noch mehr Unheil geschehen. Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde zu Halle warf der Polizei vor, zu langsam reagiert zu haben. Es habe mindestens zehn Minuten gedauert, bis die Beamten nach seinem Anruf eingetroffen seien.

Der israelische Ministerpräsident Netanjahu sagte, der Terroranschlag auf die Gemeinde in Halle an Jom Kippur sei ein neuer Ausdruck des wachsenden Antisemitismus in Europa. Er fordere die deutschen Behörden auf, weiterhin entschlossen dagegen vorzugehen.

Bundespräsident Steinmeier sprach von erschütternden Nachrichten und rief zur Solidarität mit den jüdischen Mitbürgern auf. Ein solcher Angriff auf eine voll besetzte jüdische Synagogen schien in Deutschland nicht mehr vorstellbar, so Steinmeier in Leipzig.

Bestürzt äußerten sich auch katholische und evangelische Bischöfe und bekundeten ihre Solidarität mit den Juden in Deutschland. Papst Franziskus gedachte der Opfer des Attentats mit einem Gebet.