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RechtsextremismusOpferberatung verzeichnet mehr rassistische Attacken auf Kinder und Jugendliche

Porträt Judith Porath. (AFP)
Judith Porath vom Verband der Beratungsstelle für Opfer rassistischer Gewalt. (AFP)

Rassisten und rechte Gewalttäter attackieren nach Einschätzung von Opferberatungsstellen auch immer wieder Kinder und Jugendliche.

Darauf weist der "Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt" (VBRG) in Berlin hin. Vorstand Judith Porath sagte, das sind zum Beispiel Fälle auf dem Spielplatz. Kinder würden unter rassistischen Beleidigungen geschlagen von Erwachsenen geschlagen. Ihr seien auch Fälle bekannt, wo Jugendliche an der Bushaltestelle von Erwachsenen körperlich angegriffen worden seien. Erst vor kurzem wurde ein 17-jähriger Geflüchteter in Erfurt von einem Mann in einer Straßenbahn brutal attackiert und ins Gesicht getreten. Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Im Internet kursierten Videoaufnahmen von der Tat. Von 1.922 direkt betroffener Opfer rechter Gewalt sind laut VBRG fast ein Fünftel besonders schutzbedürftige Kinder und Jugendliche (339 Betroffene).

Diese Nachricht wurde am 05.05.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.