Freitag, 30. September 2022

Ukraine
"Referenden" in russisch besetzten Gebieten haben begonnen

In vier russisch besetzten Gebieten der Ukraine haben die sogenannten Referenden über einen Beitritt zur Russischen Förderation begonnen.

23.09.2022

    In Luhansk wirbt ein Plakat mit der Aufschrift "Für immer mit Russland, 27. September" für das Schein-Referendum, das den Anschluss an Russland zum Ziel hat.
    In Luhansk wirbt ein Plakat mit der Aufschrift "Für immer mit Russland, 27. September" für das Schein-Referendum, das den Anschluss an Russland zum Ziel hat. (AP)
    Die erst diese Woche angesetzten Abstimmungen in den Regionen Luhansk und Donezk sowie Cherson und Saporischschja enden am kommenden Dienstag. Zahlreiche Staaten haben bereits erklärt, die Ergebnisse nicht anzuerkennen, weil demokratische Prinzipien missachtet würden und keine unabhängigen Beobachter zugelassen seien. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Roth, sprach im ZDF von einem "perversen Landraub" und einem Völkerrechtsbruch, den der Westen nicht akzeptieren werde. Der SPD-Politiker betonte, Deutschland werde seine Unterstützung für die Ukraine konsequent fortsetzen.
    Russland will auf Basis der Scheinreferenden die Gebiete im Osten und Süden der Ukraine in das russische Staatsgebiet eingliedern. Ähnlich ging die Regierung in Moskau bereits 2014 bei der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim vor.
    Diese Nachricht wurde am 23.09.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.