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StartseiteEssay und DiskursNeuer Antisemitismus? Befund, Analyse, Verstehen16.06.2019

Reihe Neuer Antisemitismus? Befund, Analyse, Verstehen

Antisemitismus tritt in vielen Ländern verstärkt auf und das wirft zahlreiche Fragen auf. Die komplizierte Debatte zum Antisemitismus beginnt schon bei einer Definition desselben.

Ein Hakenkreuz und ein durchgestrichener Davidstern sind am 09.06.2013 an einer Gedenkstätte am Nordbahnhof in Berlin zu sehen. (picture alliance / dpa / Daniel Reinhardt)
Ein Hakenkreuz und ein durchgestrichener Davidstern waren 2013 an einer Gedenkstätte in Berlin zu sehen. (picture alliance / dpa / Daniel Reinhardt)
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Die sechsteilige multiperspektivischen Reihe "Neuer Antisemitismus? Befund, Analyse, Verstehen" versucht in zwei Gesprächen und vier Essays mit teils persönlichen und subjektiven Stellungnahmen eine Annäherung an die Probleme des Neuen Antisemitismus. Der Schriftsteller Doron Rabinovici, der Islamwissenschaftler Stefan Weidner und die Publizistin Ingrid Brodnig ordnen ein, die Schriftstellerin Mirna Funk, der Musikjournalist Marcus Staiger und der Soziologe Friedrich Pohlmann beziehen Stellung.


Aufgenommen am 04.08.2009. Das Denkmal von Rachel Whitereads von 1999 soll an die Ermordung der 65.000 österreichischen Juden durch die Nationalsozialisten erinnern. Es soll die Auslöschung des "Volkes des Buches" symbolisieren. (picture alliance / dpa / Beate Schleep) (picture alliance / dpa / Beate Schleep) "Es geht um eine Weltverschwörungstheorie"  
Woher kommt Antisemitismus – und wie sollen wir darüber reden? Es gehe darum, offen zu diskutieren, sagt der Schriftsteller Doron Rabinovici, Mitherausgeber der Essaysammlung "Neuer Antisemitismus?". 

Etwa 700 Menschen protestieren am alljährlich stattfindenden Al-Quds-Tag in Berlin gegen Israel. Mehrere hundert Gegendemonstranten protestieren auf mehreren Kundgebungen entlang der Demonstrationsroute gegen Antisemitismus.  (imago images/Christian Mang) (imago images/Christian Mang) Keine Parolenkultur gegen Rassismus  
Es sei wegen der vielen Motivmuster nicht möglich, "den Antisemitismus" zu definieren, so der Soziologe Friedrich Pohlmann. Gegen das aktuelle Erstarken würden Toleranzpostulate nicht weiterhelfen.

 Die Autorin Mirna Funk in den Straße von Berlin Mitte. (imago images/tagesspiegel) (imago images/tagesspiegel) Anders, als alle dachten 
Vor vier Jahren erschien Mirna Funks Roman "Winternähe". Darin machte sie den Antisemitismus in Deutschland zum Thema und sei damals auf Verwunderung gestoßen. Mit der AfD und der Flüchtlingskrise hat sich viel verändert.

Proteste gegen die Aufführung der Oper "The Death of Klinghoffer" am Metropolitan Opera House, New York, am 22.09.2014. (picture alliance/ZUMA Press/Globe Photos/Sonia Moskowitz) (picture alliance/ZUMA Press/Globe Photos/Sonia Moskowitz) Arabischer Antisemitismus im globalen Spannungsfeld  
Welche Rolle spielen Rassismus, Kolonialismus und der Islam im Hinblick auf arabischen Antisemitismus? Der Islamwissenschaftler Stefan Weidner spricht in seinem Essay auch über Lösungsstrategien. 

Die Rapper Kollegah (li.) und Farid Bang (re.) bei der Echo-Verleihung 2018 (Jörg Carstensen/dpa) (Jörg Carstensen/dpa) Rap – ein Zerrbild der Gesellschaft? 
Antisemitismusfragen spielen auch in der Popkultur eine Rolle, insbesondere steht der deutschsprachige Rap in der Kritik. Kunstfreiheit, lautstarke Provokation oder auch berechtigte Gesellschaftskritik – was gilt?

Auf einer Computertastatur steht auf einer Taste das Wort "Hass" (imago images / epd) (imago images / epd) Hass im Netz 
Hass und Häme für Opfer der Konzentrationslager, Drohungen gegen jüdische Journalisten: Im Netz erstarkt der Antisemitismus. Gerade Rechtsextreme nutzen die sozialen Medien geschickt für ihre Propaganda.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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