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RentenanpassungTillich und Haseloff mahnen soziale Gestaltung der Nahles-Pläne an

Mehrere ältere Personen sitzen am auf einer Parkbank im Schlosspark Pillnitz (Sachsen).    (picture alliance / dpa / Arno Burgi)
Bundessozialministerin Nahles bekommt für ihre Rentenpläne Gegenwind aus dem Osten. (picture alliance / dpa / Arno Burgi)

Der Vorschlag von Sozialministerin Nahles zur vollständigen Anpassung der Rentenwerte in Ost und West stößt in einigen ostdeutschen Bundesländern auf Kritik.

Sachsens Ministerpräsident Tillich sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", auf keinen Fall dürften heutige und künftige Rentner im Osten schlechter gestellt werden. Auch Sachsen-Anhalts Regierungschef Haseloff kritisierte in der "Mitteldeutschen Zeitung" den geplanten Wegfall der Höherwertung der Ostlöhne. Der brandenburgische Ministerpräsident Woidke begrüßte die Pläne. Allerdings müsse es bei der Umsetzung sozial gerecht zugehen.

Nahles' Gesetzentwurf zufolge sollen die Ostrenten bis zum Jahr 2020 in zwei Schritten dem Westniveau angeglichen werden. In einigen Fällen könnte dies zu Verlusten führen, weil Ostlöhne von der Rentenversicherung dann nicht mehr höher bewertet werden. Hiermit werden bislang Lohnunterschiede
zwischen Ost und West in der Rentenversicherung ausgeglichen.