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StartseiteSprechstundeVom Bluthochdruck zur Hirnblutung05.06.2018

ReportageVom Bluthochdruck zur Hirnblutung

Der Blutdruck schwankte, war mal hoch und mal niedrig. Nach dem Urlaub sollte die Auffälligkeit untersucht werden. Doch schon am Flughafen des Urlaubsortes brach die Patientin zusammen. Schnell wurde klar: Kein Kreislaufzusammenbruch, sondern eine Hirnblutung.

Von Renate Rutta

MRT eines Kopfes mit einer Hirnblutung (imago / Schöning)
Entscheidend ist, den Bluthochdruck einzustellen: MRT mit einer Hirnblutung (imago / Schöning)
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"Hallo, Guten Morgen " "Guten Morgen, Herr Professor Limmroth." Und wie geht es Ihnen heute Morgen?" "Gut wäre geprahlt."

Antwortet Christiane H. Professor Dr. Volker Limmroth. Er ist Chefarzt der Klinik für Neurologie und Palliativmedizin in Köln-Merheim. Christiane H. hatte vor mehreren Wochen eine Hirnblutung.

"Was macht denn die linke Seite?" "Noch nicht viel, der Arm noch nicht viel, das Bein, die Muskeln funktionieren im Bein soweit." "Ok, ich sehe, das Bein bewegt sich wieder ein bisschen, insofern haben wir doch Fortschritte gemacht, ja schön, klappt das mit dem Stehen, wenn die Physiotherapeuten dabei sind?" "Das geht gut. Mit den Physiotherapeuten geht das ganz gut und auch so bei der Pflege ein- und aussteigen in den Rollstuhl, das funktioniert ganz gut."

Es begann mit schwankendem Blutdruck

Christiane H. kommt gerade von der Physiotherapie. Da übt sie aufstehen und stehen. Direkt nach der Hirnblutung konnte die 52 jährige nur liegen. Ihre linke Seite war gelähmt. Inzwischen kann sie in einem Rollstuhl sitzen.

"Ich hatte vor dem Urlaub einen Hausarzttermin. Da wurde festgestellt, dass mein Blutdruck, dass der schwankte. Der war mal zu hoch und dann war er wieder niedrig. Nach dem Urlaub war eigentlich geplant, das ganze abzuklären."

Doch dazu kam es nicht. Sie erlitt im Urlaub in Ägypten eine Hirnblutung. Sie war gerade am Flughafen vor der Passkontrolle. Zwei Stunden zuvor hatte sie Kopfschmerzen verspürt und eine Tablette genommen. An der Passkontrolle wurde ihr dann schwindelig, ihr Bein knickte weg und ihr Arm hing herunter.

"Ich habe meinen Mann gebeten, mir Wasser zu geben. Der hat mir eine Flasche Wasser gegeben. Ich habe getrunken und merke, wie mir das Wasser aus dem Mund lief. Ich habe meinen Mann angeguckt und der hat gleich registriert, das ist keine Kreislaufgeschichte sondern das ist ein Schlaganfall."

Woher kam die Blutung?

Ein Krankenwagen brachte sie sofort in ein Krankenhaus. Zwei Wochen später ist sie nach Deutschland ausgeflogen worden und kam ins Klinikum Köln-Merheim zu Prof. Volker Limmroth.

"Der entscheidende Punkt ist, den Patienten soweit abzuklären, um zu sehen, woher kam die Blutung. Und in ihrem Fall war es tatsächlich so, dass es eine hypertensive Blutung war, das heißt, ein nicht oder schlecht eingestellter Bluthochdruck und entscheidend ist dann, diesen Bluthochdruck einzustellen und zu gucken, dass sich die Blutung zurückbildet.

In ihrem Fall war es aber auch so, dass sich eine neurochirurgische Entfernung der Blutung nicht angeboten hat, weil sie dafür zu ungünstig gelegen war aber auch nicht groß genug war."

"Ja, natürlich macht einen sowas traurig, wenn man von heute auf morgen aus dem Leben gerissen wird. Aber ich bin sehr zuversichtlich dadurch, dass die Ärzte mir eine gute Prognose geben."

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