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StartseiteAtelier neuer Musik"Çoğluotubüsişletmesi" von Klarenz Barlow25.11.2017

REVISITED Forum neuer Musik 2006"Çoğluotubüsişletmesi" von Klarenz Barlow

Barloh, Barreleaux oder Brloh – er trieb gerne ein Verwirrspiel mit seinem Namen und seiner Identität. Dabei arbeitet Klarenz Barlow streng zahlenbasiert. Er entwirft originelle Kompositionssysteme und lässt diese vom Computer ausrechnen. "Çoğluotobüsisletmesi" ist der Gipfel all dessen.

Am Mikrofon: Frank Kämpfer

Klarenz Barlow (Gisela Gronemeyer)
Klarenz Barlow, etwa zur Zeit der Arbeit an "Çoğluotubüsişletmesi" (Gisela Gronemeyer)

Barlows Umgang mit dem musikalischen Material ist spielerisch und experimentell. 1945 in Kalkutta geboren und womöglich britisch-portugiesischer Herkunft, weist er jede Kategorisierung weit von sich. Wiederkehrend sind lediglich Elemente anderer Musikkulturen und die eigentümliche Weise, in der er diese neu komponiert.

Das aufs Klavier fokussierte Eröffnungskonzert des Forum neuer Musik 2006 steht exemplarisch dafür. Es bündelte die "13 Präludien und Fugen", die auf indischen Ragas basieren, die "Variazioni" für Pianisten und Selbstspielklavier und das Stück "Çoğluotobüsişletmesi". Letzteres führt Spieler wie Hörer durch eine vielschichtig verästelte Textur mit mikrointervallischer Tonalität. Inspiriert wurde Barlow dazu durch Musik des Mittleren Ostens, die er 1978 auf einer Reise durch Anatolien wahrnahm.

Klarenz Barlow
"Çoğluotubüsişletmesi"

Hermann Kretzschmar, Klavier
Irmela Roelcke, Klavier
Jürgen Kruse, Klavier
Benjamin Kobler, Klavier

Konzert vom 17. März 2006 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Diese Sendung können Sie sieben Tage nach Ausstrahlung anhören.

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