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StartseiteAtelier neuer MusikAharonián, Taborda, Rodriguez24.08.2019

Revisited - Forum neuer Musik 2009Aharonián, Taborda, Rodriguez

Ein wichtiges Moment hin zum künstlerisch Eigenen war und ist für Komponierende aus Lateinamerika die Einbeziehung der Elektroakustik. Der Uruguayer Coriún Aharonián, der Brasilianer Tato Taborda und die gebürtige Argentinierin Ana Maria Rodriguez wählten dabei individuelle Wege.

Am Mikrofon: Frank Kämpfer

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 Komponist Tato Taborda in seiner Musikmaschine "Geralda" (Stefan Paul / Deutschlandradio)
Tato Taborda in seiner Musikmaschine "Geralda" im Deutschlandfunk (Stefan Paul / Deutschlandradio)

Coriún Aharonián
"Homenaje a la fleche clavada en el pecho de Don Juan Díaz de Solís"
Tonbandstück

Tato Taborda
"Leve, lento, articulado e continuo"
Tato Taborda, multiinstrumentale Struktur "Geralda"
Alexandre Fenerich, Sound

Ana Maria Rodriguez
"Radiostation der vergessenen Städte"
Na’ama Golan, Trompete
Alexandre Babel, Perkussion
Ana Maria Rodriguez, Live-Elektronik

Mitschnitte vom 4. und 5.4.2009 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Coriún Aharonián (1940–2017) war sich des politischen Potenzials dieser Technologie sehr wohl bewusst. 1974 montierte er hyperrealistisch bearbeitete Klänge traditioneller Flöteninstrumente und widmete diese dem unbekannten Indio, der dem spanischen Eroberer der Region Río de la Plata vor 500 Jahren einen Pfeil in die Brust schoss.

Tato Taborda (*1960) musiziert mit der multiinstrumentalen Struktur "Geralda" – einer Musikmaschine, die zahlreiche Instrumente und elektronische Schnittstellen in sich vereint. Mit "Geralda" erforscht der Komponist die natürliche Lebensumwelt seiner Heimat.

Für die in Argentinien geborene, in Berlin lebende Komponistin Ana Maria Rodriguez sind Computer und mediale Klangwelten Alltag und Bezugsfeld. Künstlerische Identität ist für sie nicht mehr an einen geographischen Ort, vielmehr an ein Unterwegssein gebunden.

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung 30 Tage lang in unserer Mediathek.

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