Revisited Forum neuer Musik 2013Palästinensische Klaviermusik

Ihre musikalische Ausbildung prägte der Westen. Sie sind fast alle Christen und sie haben in ihrer Heimat kein Publikum. Zeitgenössische Komponisten palästinensischer Herkunft verhandeln in ihrer Musik die Frage nach ihrem Ort, nach ihrer Identität. Was haben sie uns heute zu sagen?

Am Mikrofon: Frank Kämpfer | 10.07.2021

Ein Mann sitzt auf einem Klavierhocker, neben ihm steht ein schwarzer Konzertflügel, Boden, die Wand hinter Mann und Instrument, wie auch eine Tür im Hintergrund sind aus naturbelassenem Holz.
Pianist Fadi Deeb unterrichtet heute am Edward Said Konservatorium der Bir Zeit Universität. (Aleef)
Ein Programm für ein so unarabisches Instrument wie das Klavier rückt die Widersprüchlichkeit der Thematik in ein geschärfteres Licht. Ganz gleich ob Habib Touma und Patrick Lama, Mounir Anastas oder Samir Odeh-Tamimi – der Wunsch nach einer Laufbahn als Komponist im avancierteren Sinne bedeutete für sie alle, emigrieren zu müssen und nach Europa zu gehen.
Hier indes begannen sie, sich auf jeweils verschiedene Art mit arabischer Tradition zu befassen. Fadi Deebs im Deutschlandfunk gespieltes und produziertes Klavierrecital skizziert eine kleine Geschichte arabischer Klaviermusik im Exil, die auch eine europäische ist.
Salvador Arnita
Introduction and Oriental Dance No.1
Habib Touma
Taqsim
Samir Odeh-Tamimi
A Remembramce of the Forgotten
Patrick Lama
Huit variations sur un thème palestinien
Wisam Gibran
From Silence to Silence (Ausschnitt)
Fadi Deeb, Klavier