Donnerstag, 19. Mai 2022

Ukraine-Krieg
Rheinmetall-Chef: Bundesregierung gibt Waffenlieferung nicht frei

Der Rüstungskonzern Rheinmetall wartet nach eigenen Angaben weiter auf die Erlaubnis, Waffen an die Ukraine zu liefern.

13.05.2022

Ein aus Pappe gebastelter Panzer steht am 26.10.2012 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) vor der Rheinmetall-Zentrale.
Rheinmetall wollte in Russland ein Gefechtsübungszentrum bauen. (dpa / Daniel Naupold)
Konzernchef Papperger sagte der "Rheinischen Post", dass bisher keine einzige Lieferung von der Bundesregierung freigegeben worden sei. Laut dem Rüstungskonzern können die ersten Marder-Panzer in drei Wochen ausgeliefert werden. Dann könnten zwei Panzer pro Woche ausgehändigt werden, insgesamt rund 100 Stück. Bereits Anfang April habe Rheinmetall mit der Aufarbeitung der Panzer begonnen, obwohl es noch keinen konkreten Auftrag geben habe. Jetzt warte man auf die Entscheidung der Bundesregierung. Zu den Waffenlieferungen Deutschlands an die Ukraine insgesamt sagte Papperger, dass man Nachholbedarf habe, denn bisher sei nicht viel geliefert worden.
Der Bundestag hatte die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine Ende April genehmigt.

Weiterführende Informationen

In unserem Newsblog zum Krieg in der Ukraine finden Sie einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen, den wir laufend aktualisieren.
Diese Nachricht wurde am 13.05.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.