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StartseiteSprechstundeErhöhten Krebsrisiko durch Biologika?01.09.2015

RheumamedikamenteErhöhten Krebsrisiko durch Biologika?

Morgen beginnt in Bremen der 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie. Dort werden wichtige neue Erkenntnisse vorgestellt zum Einsatz der sogenannten Biologika. Das sind gentechnisch hergestellte, effektiv wirkende Rheumamedikamente, die gegen entzündlich rheumatische Erkrankungen gegeben werden.

Kirsten Minden im Gespräch mit Christian Floto

Aber es gab auch Vorbehalte gegen die Mittel. So warnte vor fünf Jahren die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA vor einem erhöhten Krebsrisiko durch Biologika. Eine Warnung, die ernst genommen werden muss, gerade wenn es um Medikamente geht, die auch Kindern verabreicht werden.

Am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum in Berlin gibt es eine große Datenbank, in der Gesundheitsdaten von mehr als 3.000 jungen Patienten über 13 Jahre gesammelt sind.

Eine aktuelle Auswertung der Registerdaten kommt jetzt zu dem Schluss: Es kann Entwarnung gegeben werden. Biologika erhöhen das Krebsrisiko für Kinder offenbar nur sehr gering. Der Nutzen der Wirkstoffe überwiegt die Risiken deutlich.

Das Interview mit Professor Kirsten Minden vom Deutschen Rheuma-Forschungszentrum können Sie mindestens sechs Monate in unserem Audio-Archiv nachhören.

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