Mittwoch, 23.01.2019
 
Seit 12:10 Uhr Informationen am Mittag
StartseiteNachrichten vertieftAlternativer Nobelpreis an syrische Weißhelme22.09.2016

Right Livelihood AwardAlternativer Nobelpreis an syrische Weißhelme

Die Organisation "Syrische Weißhelme" erhält für ihren Hilfseinsatz in Syrien den Alternativen Nobelpreis. Die Weißhelme sehen darin auch eine Anerkennung für die Tapferkeit der syrischen Zivilbevölkerung. Ebenfalls geehrt: Menschenrechtler aus Ägypten und Russland und die türkische Zeitung "Cumhuriyet".

Helfer der Weißhelme knien vor einem Schutthaufen in Syrien bei einem Rettungsversuch (Omar haj kadour / AFP)
Aktivisten der Weißhelme versuchen in Syrien, Menschen aus Schutt zu befreien (Omar haj kadour / AFP)
Mehr zum Thema

Aleppo "Die gefährlichste Stadt der Welt"

Stockholm Alternativer Nobelpreis für Edward Snowden

Alternative Nobelpreise Für die Umwelt und gegen Gewalt

Es ist das erste Mal, dass der Right Livelihood Award, der auch als Alternativer Nobelpreis bekannt ist, nach Syrien geht. Die Weißhelme setzen sich dafür ein, syrische Zivilisten zu retten. Sie gelten auch als Kandidat für den Friedensnobelpreis. Die Organisation erklärte, die Auszeichnung sei auch eine Anerkennung für die Tapferkeit der syrischen Zivilbevölkerung.

Cumhuriyet: Bedingungsloses Bekenntnis zur Meinungsfreiheit

Geehrt werden außerdem die Ägypterin Mozn Hassan und ihre Organisation "Nazra für feministische Studien", die russische Menschenrechtlerin Swetlana Gannuschkina sowie die türkische Zeitung "Cumhuriyet" für deren "unerschrockenen investigativen Journalismus und ihr bedingungsloses Bekenntnis zur Meinungsfreiheit trotz Unterdrückung, Zensur, Gefängnis und Morddrohungen".

Die vier Preisträger teilen sich das Preisgeld von umgerechnet rund 300.000 Euro. Die Alternativen Nobelpreise werden seit 1980 jährlich in kritischer Distanz zu den traditionellen Nobelpreisen an Kämpfer für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden vergeben. Oft sind die Träger wenig bekannt. Es wurden aber auch schon Prominente ausgezeichnet, wie die Kinderbuchautorin Astrid Lindgren und Whistleblower Edward Snwoden.

(at/jcs)

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk