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RosenmontagsumzügeKarnevalisten beziehen politisch Stellung

Ein Motivwagen "Rassismus - Aus Worten werden Taten! +++ NSU +++ W. Lübcke +++ Halle +++ Hanau" steht vor dem Rosenmontagszug auf der Straße.  (dpa-news / Federico Gambarini)
Rosenmontag in Düsseldorf: Ein Motivwagen "Rassismus - Aus Worten werden Taten! +++ NSU +++ W. Lübcke +++ Halle +++ Hanau" (dpa-news / Federico Gambarini)

Der Straßenkarneval hat mit den Rosenmontagszügen seinen Höhepunkt erreicht. Nach dem Anschlag von Hanau thematisieren einige Mottowagen und Gruppen den Rassismus in Deutschland. Und auch die umstrittene Ministerpräsidentenwahl in Thüringen beschäftigt die Karnevalisten.

In den Karnevalshochburgen Köln, Mainz und Düsseldorf versammelten sich hunderttausende Zuschauerinnen und Zuschauer entlang der Zugstrecken. In Düsseldorf startete ein gemeinsamer "Toleranzwagen" von Muslimen, Juden und Christen, der angesichts der Ereignisse in Hanau mit einem Trauerflor versehen wurde.Der Motivwagen "Uns Hätz schleiht för Hanau" zum Anschlag von Hanau fährt mit beim Rosenmontagszug.  (dpa-news / Oliver Berg)Rosenmontag in Köln: Die Karnevalisten thematisieren die Gewalttat von Hanau (dpa-news / Oliver Berg)

In Köln hat der Zugleiter Holger Kirsch kurzfristig auf die rassistische Gewalttat in Hanau reagiert: Dem Zug voran fuhr ein Abbild des Doms, der Tränen vergießt und ein großes rotes Herz in den Händen hält. Darauf steht: "Uns Hätz schleiht för Hanau" – "unser Herz schlägt für Hanau". 

  (dpa-news / Oliver Berg)Rosenmontag in Köln: die Karnevalisten geben sich in diesem Jahr politisch. (dpa-news / Oliver Berg)

"Wat bliev den hück noch ston?" - "Was bleibt denn heute noch stehen?" fragen die Kölner Karnevalisten und werfen der AfD vor, das politische Klima im Land zu verändern und Hass und Hetze zu schüren.

Karnevalisten erinnern vor Beginn des Rosenmontagszuges an die schrecklichen Ereignisse in Hanau. (dpa-news / Roberto Pfeil) Rosenmontag in Köln (dpa-news / Roberto Pfeil)

Auch eine Fußgruppen mahnt: "Hanau war nicht der Anfang! Stoppt Rassismus!"

Jecken beobachten einen Fotografen am Motivwagen AfD vor dem Rosenmontagszug.  (dpa-news / Bernd Thissen)Rosenmontag in Düsseldorf: Die Karnevalisten beschäftigt die AfD. (dpa-news / Bernd Thissen)

Der Düsseldorfer Rosenmontagszug gibt sich seit jeher politisch. Das liegt zum großen Teil an dem Karnevalswagen-Künstler Jacques Tilly, der in seiner Bildsprache kein Blatt vor den Mund nimmt. 

 Ein Motivwagen Thüringen und Höcke steht auf der Straße vor dem Rosenmontagszug. (dpa-news / Federico Gambarini)Rosenmontag in Düsseldorf: Die Karnevalisten beschäftigt die umstrittene Ministerpräsidentenwahl von Thüringen. (dpa-news / Federico Gambarini)

Unmissverständlich: Die Düsseldorfer Karnevalisten sehen FDP und CDU als Untersützer des AfD-Politikers Höcke, der rechtmäßig "Faschist" genannt werden darf.

Ein Motivwagen "Rassismus - Aus Worten werden Taten! +++ NSU +++ W. Lübcke +++ Halle +++ Hanau" steht vor dem Rosenmontagszug auf der Straße.  (dpa-news / Federico Gambarini) Rosenmontag in Düsseldorf (dpa-news / Federico Gambarini)

"Aus Worten werden Taten! NSU +++ W. Lübcke +++ Halle +++ Hanau": Der Rassismus tötet das gesellschaftliche Miteinander. 

Ein Motivwagen Donald Trump steht auf der Straße vor Beginn des Rosenmontagszugs. Mit den Rosenmontagszügen erreicht der rheinische Straßenkarneval seinen Höhepunkt. (dpa-news / Oliver Berg)Rosenmontag in Köln: US-Präsident Donald Trump als Joker. (dpa-news / Oliver Berg)

In Köln blickt man auch über den großen Teich - und äußert die Hoffnung, dass die Präsidentschaft Trump ein baldiges Ende nimmt.

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