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StartseiteSportgespräch"Wir sind kein Sportland"01.05.2016

Ruder-Bundestrainer Holtmeyer"Wir sind kein Sportland"

Verdrecktes Wasser an der Olympiastrecke, Diskussionen um die Besetzung des Deutschland-Achters und ein starker Gegner aus Großbritannien, der zuletzt die Nase vorn hatte - Ruder-Bundestrainer Ralf Holtmeyer hat auf dem Weg nach Rio noch einiges zu erledigen. Warum es trotzdem für Gold reichen könnte, erklärt er im DLF-Sportgespräch.

Ralf Holtmeyer im Gespräch mit Philipp May

Ralf Holtmeyer, Ex-Ruder-Bundestrainer, Porträt, lächelnd (dpa/picture alliance/Bernd Thissen)
Ruder-Bundestrainer Ralf Holtmeyer (dpa/picture alliance/Bernd Thissen)

Vor vier Jahren gab es olympisches Gold in London – auch in Rio de Janeiro peilt der Deutschland-Achter wieder die Goldmedaille an. Doch nach drei Vize-Weltmeistertiteln, bei denen sich Deutschland Großbritannien geschlagen geben musste, stehen die Vorzeichen dieses Mal etwas anders als 2012. "Vor London waren wir sicherer. Aber wir wollen versuchen, nach Gold zu greifen und gucken, ob das geht", sagt Ruder-Bundestrainer Ralf Holtmeyer im DLF-Sportgespräch und betont: "Man verteidigt den Titel nicht, man bleibt Olympiasieger. Einen Weltmeistertitel kann man verteidigen."

Umstrittene Besetzung des Deutschland-Achters

Der Bundestrainer gab in der vergangenen Woche das Aufgebot für das deutsche Flaggschiff, den Deutschland-Achter, bekannt und traf eine umstrittene Entscheidung: Andreas Kuffner wird für Anton Braun im Achter Platz nehmen. Wie Holtmeyer zu der Nominierung steht und welche Kriterien dabei zählen, erklärte er im DLF: Ergometer-Tests ermitteln die physische Stärke, aber auch "weiche" Faktoren wie die Motivation und der Teamgeist spielen für den Bundestrainer eine Rolle.

Insgesamt müsse sich das deutsche Team noch steigern bis zum Sommer in Rio: "Wir sind im Schnitt jetzt um Frühjahr auf dem Ergometer noch eine Sekunde langsamer als damals vor London. Das hört sich nicht so viel an. Aber ich glaube, dass wir physisch noch ein Stück zulegen müssen, wenn wir nach den Sternen greifen."

Spezielle Vorbereitung auf verdrecktes Wasser in Rio

Bis zu den Spielen sei daher noch einiges zu tun, unter anderem werde man sich penibel auf das Klima und die Probleme wegen des verschmutzten Wassers an der Rennstrecke vorbereiten. "Es sind andere Grundsatzbedingungen als in London: Übersee, anderes Klima, auch wenn es Winter ist in Rio. Die Juniorweltmeisterschaft ist ja immer ein Jahr vor Olympia auf der gleichen Strecke. Da hat es Infekte gegeben, weniger bei uns, aber bei anderen Nationen."

Das vollständige Gespräch können Sie mindestens sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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