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Rückruf-AktionHalluzinationen durch Roggenmehl

Das Foto zeigt ein Feld mit reifen Roggenähren. (picture-alliance / dpa / Klaus Nowottnick)
Roggenmehl ist wegen eines Pilzes zurückgerufen worden. (picture-alliance / dpa / Klaus Nowottnick)

In Bayern ist offenbar Roggenmehl verkauft worden, das im schlimmsten Fall Halluzinationen hervorrufen kann.

Andere Nebenwirkungen sind Bluthochdruck, Krämpfe, Übelkeit und Kopfschmerzen. Die Firma Kunstmühle Reisgang ruft deshalb laut BR eine Roggenmehl-Charge mit dem Mindeshaltbarkeitsdatum 17. Juli 2020 zurück. Kleine Randbemerkung: Die betroffene Mehlsorte heißt ausgerechnet "Mehlzauber".

Aber was war passiert? Offenbar hatte sich auf Roggenpflanzen ein Parasit festgesetzt - ein Mutterkornpilz. Dieser Pilz enthält Stoffe - sogenannte Alkaloide - die für uns Menschen giftig sind. Aus ihnen wird auch LSD hergestellt. In der betroffenen Mehl-Charge wurden hohe Mengen dieser Mutterkorn-Alkaloide gemessen.

Im Mittelalter waren solche Mehl-Vergiftungen ein häufiges Problem. Heutzutage gibt es eigentlich Möglichkeiten, das zu verhindern - schon beim Anbau und auch beim Mahlen.