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StartseiteNachrichten vertieftKatar rüstet massiv auf 28.03.2014

RüstungsexporteKatar rüstet massiv auf

Das Emirat Katar hat Rüstungsgüter im Wert von 23 Milliarden Dollar bestellt - so viel wie noch nie. Kampfhubschrauber, Lenkraketen, Tanker und andere Waffen sollen 20 Unternehmen aus aller Welt liefern, darunter der europäische Luftfahrtkonzern Airbus.

Ein europäischer Transporthubschrauber NH90 von Airbus. (AFP / Fred Tanneau)
Ein europäischer Transporthubschrauber NH90 von Airbus. (AFP / Fred Tanneau)
Weiterführende Information

Zwielichtige Regionalmacht am Golf (Deutschlandfunk, Hintergrund, 01.10.2013)

Die arabische Regionalmacht hat mit diesem Auftrag seine Militärausgaben auf Basis der offiziellen Daten des Friedensforschungsinstituts SIPRI mehr als verzehnfacht. Weitere Auftragnehmer sind neben Airbus dessen US-Konkurrent Boeing sowie Lockheed Martin und Raytheon, wie bei einer Verteidigungskonferenz in Doha bekannt gegeben wurde. In Frankreich gab das Verteidigungsministerium bekannt, dass Katar 22 militärische Transporthubschrauber NH90 von einer Airbus-Tochter für rund zwei Milliarden Euro kaufen wolle. Außerdem solle Airbus zwei Tankflugzeuge nach Katar liefern.

Für Empörung sorgte ein deutsches Rüstungsgeschäft mit Katar vor einem Jahr. Das Münchner Unternehmen Krauss-Maffei Wegmann wird 62 Leopard-2-Panzer und 24 Panzerhaubitzen in das Emirat liefern. Das Gesamtvolumen des Auftrags, der auch Zubehör und Ausbildungseinrichtungen umfasst, beträgt den offiziellen Angaben zufolge 1,89 Milliarden Euro.

Katars Bedrohungen

Katar, das 2022 die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichtet, und andere arabische Golfstaaten sind derzeit verstärkt auf der Suche nach neuem militärischen High-Tech-Gerät. Als Grund werden steigende Bedrohungen durch Extremisten seit dem Arabischen Frühling genannt. Zuletzt war das Emirat Katar jedoch selbst wegen der Unterstützung islamistischer Gruppen bei seinen arabischen Verbündeten zunehmend unter Druck geraten. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain hatten vor kurzem ihre Botschafter aus dem Golfstaat abgezogen.

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