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StartseiteWirtschaft am MittagKrauss-Maffei Wegmann will mit Nexter fusionieren02.07.2014

Rüstungsindustrie Krauss-Maffei Wegmann will mit Nexter fusionieren

Die Panzerschmiede Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und der französische Rüstungskonzern Nexter planen für 2015 eine Fusion. Beide sind auf die Produktion von Rad- und Kettenpanzern spezialisiert. Nexter Systems baut zudem Handfeuerwaffen und Munition. Bisher konkurrierten die Unternehmen.

Von Ann-Kathrin Büüsker

WErbung für eine Panzer ist am Gebäude der Panzerschmiede Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) in München angebracht. (AFP / Christof Stache)
Werbung für Panzer: die Panzerschmiede Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) in München (AFP / Christof Stache)
Weiterführende Information

Rüstungsdeal mit Saudi-Arabien | Unterstützung bei der Stabilisierung (Deutschlandfunk, Interview mit Henning Otte, 15.04.2014)

Rüstungsexporte | Keine Waffen für Diktatoren (Deutschlandfunk, Kommentar, 11.06.2014)

Mit dem Zusammenschluss wollen sich die beiden Unternehmen ergänzen und somit wettbewerbsfähig bleiben und sich gegen Großkonzerne aus den USA behaupten zu können.

Bekanntestes Produkt von KMW ist der Leopard II Panzer. Im Frühjahr war ein lukratives Geschäft mit Saudi-Arabien von der Bundesregierung vorerst auf Eis gelegt worden. Saudi-Arabien soll Medieninformationen zufolge Interesse an bis zu 800 Panzern haben.

Bei der Bundesregierung stoßen die Pläne nach Angaben des Wirtschaftsministeriums grundsätzlich auf Zustimmung. Kritik kommt allerdings vom Wirtschaftsrat der CDU. Der Präsident des Rates, Kurt Lauk, befürchtet die Abwanderung deutscher Rüstungsunternehmen ins Ausland und damit den Verlust von Arbeitsplätzen.

Die europäischen Waffenschmieden bekommen die Sparpolitik der Regierungen in Europa deutlich zu spüren.

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