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StartseiteGesichter EuropasDie Todeszüge von Iasi06.07.2019, 11:05 Uhr

RumänienDie Todeszüge von Iasi

Die Erinnerungsarbeit ist schmerzhaft. Lange wurde das dunkle Kapitel der Judenvernichtung in Rumänien tabuisiert. Trotzdem tut sich etwas: In der Schule ist der Massenmord seit einigen Jahren Thema, Mahnmale erinnern an die Gräueltaten und die wenigen noch lebenden Zeitzeugen erzählen ihre Geschichten.

Von Leila Knüppel

(Mirko Schwanitz)
Jüdischer Friedholf von Iasi in Rumänien (Mirko Schwanitz)

Der Mord an Menschen jüdischen Glaubens war auch in Rumänien staatlich organisiert. Eine treibende Kraft dahinter war Rumäniens Diktator Ion Antonescu. Im Sommer 1941 ordnete er an, die Stadt Iasi "von Juden zu säubern". Etwa 15.000 Menschen wurden erschlagen oder erschossen, sie erstickten oder verdursteten in Zugwaggons. Es war der Auftakt zur Judenvernichtung in Rumänien, dem mehrere 100.000 Menschen zum Opfer fielen.

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