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StartseiteSport am Wochenende"Exorbitante Leistungssprünge"24.06.2018

Russische Nationalmannschaft"Exorbitante Leistungssprünge"

Die russische Nationalmannschaft ist überraschend gut in die Weltmeisterschaft gestartet - vom Ergebnis her und läuferisch. "Sie haben die idealen Gegner schon bei der Auslosung erwischt. Sie haben dann diese Gegner erwartungsgemäß niedergerannt", sagte der Journalist Thomas Kistner im Dlf.

Thomas Kistner im Gespräch mit Klaas Reese

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Die russische Nationalmannschaft jubelt. (imago sportfotodienst)
Die russische "Sbornaja" jubelt bei der WM 2018. (imago sportfotodienst)
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Die Russen seien als Weltranglisten 70. das schlechteste Team bei dem Tunier. Wladimir Putin wolle bei seiner Heim-Weltmeisterschaft allerdings so weit wie möglich kommen. Der Fußball könne auch von den Russen nicht neu erfunden werden: "Es braucht also andere Qualitäten, solche die knallhart im körperlichen Bereich zu suchen sind. Darin sind die Russen bekanntlich Meister", sagte Thomas Kistner im Deutschlandfunk.

Thomas Kistner, Sportredakteur bei der "Süddeutschen Zeitung" und Buchautor bei der Sportkonferenz "Echt Sport?!" 2012 beim Deutschlandfunk (Deutschlandradio - Hendrik Maaßen)Thomas Kistner, Sportredakteur bei der "Süddeutschen Zeitung" und Buchautor. (Deutschlandradio - Hendrik Maaßen)

Die Staatsdoping-Affäre sei noch in bester Erinnerung und die WADA habe festgestellt, dass es zwei gigantische Programme gegeben hätte: "Eins für Olympia und eins für den Fußball. Da ist nach Aktenlage auch der gesamte russische WM-Kader für das Turnier 2014 in Brasilien aufgetaucht", so Thomas Kistner.

Offene Fragen zur Dopingvergangenheit

Die Leistungen der Russen bei dieser WM seien sehr überraschend, vor allem im läuferischen Bereich sei die russische Mannschaft mit Abstand die Beste. "Niemand im Turnier rennt so viel, dass gilt auch für die Einzelwertungen. Das ist sehr erstaunlich, zumal wenn man die offenen Fragen zur jüngeren Dopingvergangenheit der Sborjana sieht", meint Kistner.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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