Krieg gegen die Ukraine
Russischer Angriff auf Region Kiew - Einsatz von Oreschnik-Hyperschallrakete

Die Ukraine ist nach Angaben von Präsident Selenskyj erneut mit der für eine starke Zerstörungskraft bekannten russischen Hyperschallrakete Oreschnik angegriffen worden. Diese sei erstmals nahe der Hauptstadt Kiew eingesetzt worden.

    Kiew: Ein Feuerwehrmann löscht das Feuer auf einem Marktplatz der Stadt, der von russischen Raketen während eines Luftangriffs getroffen wurde.
    Feuerwehreinsatz nach russischem Angriff auf Kiew (AP / dpa / Efrem Lukatsky)
    Die Rakete sei gegen Bila Zerkwa abgefeuert worden, sagte Selenskyj in einer am Morgen veröffentlichten Videobotschaft. Die Großstadt liegt im Kiewer Gebiet. Russland bestätigte mittlerweile den Einsatz.
    Die Oreschnik-Rakete kann sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen. Ihre hohe Geschwindigkeit von bis zu 12.000 Kilometer pro Stunde und ihre Reichweite von bis zu 5.000 Kilometer machen sie zu einer potenziellen Gefahr für den gesamten europäischen Kontinent, wie die Deutsche Presse-Agentur schreibt.
    Russland hat die ballistische, atomwaffenfähige Rakete bereits zweimal in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt – einmal in der Großstadt Dnipro und zuletzt im Januar in der Westukraine. Nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte Region Luhansk in der Nacht zum Freitag hatte Moskau mit Vergeltung gedroht.

    Russische Angriffe: Zahl der Toten in Kiew und Umgebung auf vier gestiegen

    Russland hatte in der Nacht erneut die ukrainische Hauptstadt Kiew und die Region mit zahlreichen Drohnen und Raketen angegriffen. Die Zahl der Todesopfer stieg mittlerweile auf vier. Wie Kiews Bürgermeister Klitschko mitteilte, wurden in der Hauptstadt zwei Tote und 56 Verletzte verzeichnet. In der umliegenden Region Kiew gab es nach Angaben von Verwaltungschef Kalaschnyk zwei Tote und neun Verletzte.
    Diese Nachricht wurde am 24.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.