Mittwoch, 28.10.2020
 
Seit 10:08 Uhr Länderzeit
StartseiteSport AktuellLeichtathletik-Verband bestraft Russland12.03.2020

Russischer DopingskandalLeichtathletik-Verband bestraft Russland

Der Leichtathletik-Weltverband hat Russland für die Doping-Manipulationen hart bestraft. Der russische Verband muss eine Strafe in Höhe von zehn Millionen Dollar zahlen. Zudem dürfen bei den Olympischen Spielen in Tokio nur zehn Leichtathleten als neutrale Sportler starten.

Von Matthias Friebe

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Das russische Team für die Olympischen Spiele in London 2012 während der Eröffnungszeremonie.  (picture alliance / EPA / Jonathan Brady)
Wegen Doping-Manipulationen sind nur zehn russische Leichtathleten für Olympia zugelassen. (picture alliance / EPA / Jonathan Brady)
Mehr zum Thema

Dopingjournalist Russland sperrt Hajo Seppelt aus

Russlands Dopingbann "Ich bin dagegen, dass wir gesperrt werden"

Doping-Skandal Russische Anti-Doping-Agentur legt Einspruch gegen Sperre ein

Neue Einzelheiten im russischen Dopingskandal Doppeltes Spiel

Staatsdoping in Russland Erste Doper aus manipulierten Daten identifiziert

Strafmaß der Anti-Doping-Agentur Olympia und WM vier Jahre ohne Russland

Es soll ein klares Zeichen in Richtung der russischen Leichtathletik sein. Der Weltverband verhängt wegen des jahrelangen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln eine 10-Millionen-Dollar-Strafe. Das hat das Council von "World Athletics" beschlossen. "Wir senden ein klares Zeichen der Verurteilung der früheren Praktiken in der russischen Leichtathletik", betonte Rune Andersen, der Chef der Taskforce des Weltverbands.

Zahl der Neutralen Athleten beschränkt

Neben der Geldstrafe, die zur Hälfte zur Bewährung ausgesetzt wurde, wird auch die Zahl der Neutralen Athleten aus Russland beschränkt. "Das beinhaltet eine Begrenzung von Unabhängigen Neutralen Athleten auf zehn bei den Olympischen Spielen, den Europameisterschaften und anderen wichtigen Wettbewerben in diesem Jahr."

Sollte Russland bis zum 1. Juli aber nicht bereits die Hälfte der Geldstrafe gezahlt haben, dürften auf unbestimmte Zeit keine Athleten an Wettbewerben teilnehmen. Um dem russischen Verband in der Zukunft eine Wiedereingliederung in den Weltverband zu ermöglichen, soll eine neue Kommission eingesetzt werden. Sie überwacht den Prozess unter strengen Kriterien und soll, wie es heißt, die Einführung einer "Null-Toleranz-Kultur" gegen Doping in der kompletten russischen Leichtathletik fördern.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk