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StartseiteAtelier neuer MusikMaschinenklänge der Futuristen21.10.2017

Russland 1917 und die ModerneMaschinenklänge der Futuristen

Hämmernde Rhythmen, avancierte Harmonien strömen aus dem Klavier. Ihre Urheber sind heute vergessene Komponisten aus Russland. Sie fühlten sich dem Futurismus verwandt. Einige von Ihnen begeisterten sich auch für die Oktoberrevolution, vor der andere flohen.

Am Mikrofon: Hanno Ehrler

Auf einer halbdunklen Bühne sitzt ein Mann an einem Konzertflügel und spielt vor Publikum. (Thomas Kujawinski / Deutschlandradio)
Thomas Günther spielt russische Klaviermusik der 1920er Jahre (Thomas Kujawinski / Deutschlandradio)

Er begann schon vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, ab 1917 förderten ihn auch die Bolschewiki: Der russische Futurismus brach radikal mit Traditionen und verherrlichte Technik und Fortschritt. Komponisten wie Nikolaj Roslavec und Nikolaj Obuchov entwarfen ganz neue Tonsysteme. Die suggestiven Rhythmen von Sergej Protopopov und Alexander Mossolov spiegeln die Geräuschwelten großer Fabriken.   

Vier CDs umfasst die kürzlich bei Cybele Records erschienene Box "Klavierwerke um den russischen Futurismus". Pianist Thomas Günther hat sie im Deutschlandfunk Kammermusiksaal eingespielt. Die raren Noten hat er über viele Jahre zusammen getragen. Nun wird er für seine Pionierleistung mit einem "ECHO Klassik" geehrt.

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