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Russland und die EULawrow wirbt für Neustart

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und der russische Außenminister Sergej Lawrow äußern sich bei einer Pressekonferenz in Berlin. (pa/dpa/Jutrczenka)
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und der russische Außenminister Sergej Lawrow äußern sich bei einer Pressekonferenz in Berlin. (pa/dpa/Jutrczenka)

Der russische Außenminister Lawrow hat das Interesse seines Landes an einer Verbesserung der Beziehungen zur Europäischen Union bekundet.

Man sollte eine Renovierung des gemeinsamen europäischen Hauses anpacken, sagte Lawrow beim deutsch-russischen Forum in Berlin. Er forderte Deutschland auf, in dem Prozess der Annäherung eine führende Rolle einzunehmen. Vorbedingungen dürfe es keine geben, betonte Lawrow.

Bundesaußenminister Heiko Maas schlug ebenfalls versöhnliche Töne an. Differenzen würden intensive Beziehungen nicht ausschließen, sagte er. "Wir werden nur im Dialog mit Russland zu Ergebnissen kommen." Der offene und aufrichtige Dialog mit Russland sei selten so wichtig gewesen wie heute.

Das Verhältnis zwischen Russland und der EU ist wegen der russischen Annexion der ukrainischen Krim 2014 angespannt. Die EU hat mit Wirtschaftssanktionen reagiert.

Bei ihrem Besuch in Litauen sprach sich Bundeskanzlerin Merkel gegen eine Lockerung der Sanktionen aus. Zunächst müsse es Fortschritte beim Minsker Friedensabkommen geben, sagte Merkel in Vilnius. Diese seien trotz vieler Gespräche bisher ausgeblieben. Nach den Erfahrungen mit der Ukraine sei es richtig, die Verteidigungsfähigkeit der Nato zu verbessern, betonte Merkel mit Blick auf eine mögliche Bedrohung für die baltischen Staaten. Deshalb sei man mit der Bundeswehr in Litauen präsent.