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RyanairTrotz Pilotenstreik kein Chaos an Flughäfen

Flugzeuge der Ryanair auf dem Flughafen Brüssel-Charleroi, aufgenommen am 10.8.2018: Die Piloten der irischen Billigfluggesellschaft streiken in mehreren Ländern Europas. (picture alliance / dpa / Virginie Lefour / BELGA)
Kein Chaos an den Flughäfen (picture alliance / dpa / Virginie Lefour / BELGA)

Wegen eines Pilotenstreiks bei der irischen Fluggesellschaft Ryanair fallen heute in fünf europäischen Ländern rund 400 Flüge aus.

Da die Verbindungen vorsorglich gestrichen und die rund 55.000 betroffenen Passagiere informiert wurden, blieb ein Chaos an den Flughäfen ungeachtet der Urlaubszeit aus. Wie ein Ryanair-Sprecher mitteilte, hat es nur vereinzelt Nachfragen gegeben.

Schwerpunkt des bislang größten Streiks in der Geschichte von Ryanair ist Deutschland mit rund 250 Flugausfällen. Auch in Belgien, den Niederlanden, Irland und Schweden haben die Piloten die Arbeit niedergelegt. Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld.

Bei der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit heißt es: "Ziel unserer Arbeitskampfmaßnahmen ist der Abschluss von Tarifverträgen für angemessene Beschäftigungsbedingungen. Wir brauchen dringend einen Wandel in unserer Unternehmenskultur: Kein Diktat von unterirdischen Arbeitsbedingungen mehr, dafür endlich echte innerbetriebliche Demokratie und Mitbestimmung."

Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Wüst kritisierte Ryanair. Der CDU-Politiker sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", die Streiks seien die Folge des Geschäftsmodells zu Lasten der Mitarbeiter. Bei Ryanair kam es auch ohne Arbeitsniederlegungen zuletzt mehrfach zu Flugausfällen und Verspätungen.