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Sachsen-AnhaltPiepsen gegen Wildunfälle

Ein Reh steht an einer Straße in Berlin-Konradshöhe am 03.07.2011, während ein Auto vorbei fährt. In den Grünflächen und Wäldern der Hauptstadt sind Wildtiere häufig an Menschen und Fahrzeuge gewohnt und zeigen wenig Scheu. Foto: Bernd von Jutrczenka | Verwendung weltweit (dpa/ Bernd von Jutrczenka)
Ein Reh steht an einer Straße in Berlin-Konradshöhe, während ein Auto vorbei fährt. (dpa/ Bernd von Jutrczenka)

In Sachsen-Anhalt piepst es künftig an Straßenabschnitten, auf denen häufig Unfälle mit Wildtieren passieren.

Das Bundesland startet einen Pilotversuch, bei dem Rehe, Füchse und Wildschweine mit einem langen, schrillen Ton davon abgehalten werden sollen, über die Straße zu laufen. Die am Straßenrand aufgestellten Geräte, sogenannte Wildwarner, senden für mehrere Sekunden einen Piepton, wenn ein herannahendes Auto ein Lichtsignal durchfährt. Zusätzlich sollen helle Reflektoren die Tiere abschrecken.

Laut Verkehrsministerium in Magdeburg wird die Technik jeweils nur auf halber Strecke aufgebaut, damit verglichen werden kann, ob es dadurch wirklich zu weniger Unfällen kommt. Erste Studien dazu aus Österreich seien vielversprechend. Ein Unfallforscher zeigte sich jedoch auch skeptisch, weil sich die Tiere nach kurzer Zeit an die Geräusche gewöhnten und dann nicht mehr abgeschreckt werden könnten.

Hintergrund des Projekts mit akustischen Warnungen ist die steigende Zahl von Wildunfällen. Bundesweit waren es im vergangenen Jahr laut einer Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) etwa 275.000. In Sachsen-Anhalt sind Kollisionen mit Wildtieren die häufigste Unfallursache.