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SachsenKretschmer beklagt Zahl der "Messerstechereien"

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, hält bei der Kundgebung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Chemnitz ein Mikrofon in der Hand; im Hintergrund sind bunte Luftballons zu sehen. (dpa-Bildfunk / Monika Skolimowska )
Sachsens Ministerpräsident Kretschmer bei einer Kundgebung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Chemnitz. (Archiv). (dpa-Bildfunk / Monika Skolimowska )

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat die schleppende Abschiebung ausreisepflichtiger Straftäter beklagt.

In Sachsen lebten rund 24.000 Asylbewerber, davon sei jeder Zweite ausreisepflichtig, sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel". Zudem gebe es allein in Sachsen 1.100 Mehrfach- und Intensivstraftäter. Dass sie nicht außer Landes gebracht werden könnten, belaste die Stimmung. Als Grund wies er auf Probleme bei der Beschaffung von Ausreisedokumenten hin. Der Ministerpräsident führte aus, ferner steige die Zahl der Messerstechereien besorgniserregend. Zahlen nannte er nicht. Kretschmer betonte, bei aller notwendigen Auseinandersetzung über die Gewalt in Chemnitz und die Rolle der AfD dürften solche Dinge jetzt nicht unter den Tisch gekehrt werden.

Bundesweit gibt es allerdings bislang keine verlässlichen Zahlen zum Thema Messergewalt, da die Kriminalstatisken diese Deliktart nicht erfassen.