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SchachGroßmeister Meier wechselt nach Streit mit Verband zu Uruguay

Schach-Großmeister Georg Meier (imago sportfotodienst)
Schach-Großmeister Meier wechselt zu Uruguay (imago sportfotodienst)

Der deutsche Schach-Großmeister Georg Meier wechselt wegen eines Streits mit dem Deutschen Schachbund zu Uruguay.

Das ist das Land seiner Mutter. Meier wirft dem Verband Mobbing vor, ausgehend von einer Nationalmannschaftskollegin und später auch von anderen Personen. Er sagte dem Deutschlandfunk, der Schachbund hätte diejenigen, die ihn gemobbt hätten, bestrafen müssen. Bei den Funktionären sei aber kein Wille vorhanden gewesen, sich mit dem Problem konstruktiv auseinanderzusetzen. Deshalb habe die Basis für eine weitere Zusammenarbeit gefehlt.

„Natürlich ist das Ganze ein schmerzvoller Prozess für mich", so Meier, der mehr als zehn Jahre deutscher Nationalspieler war und 2011 mit der Mannschaft Europameister wurde. Allerdings habe er inzwischen ein Leben neben dem Schach. „Dementsprechend ist es für mich umso wichtiger, dass es nur noch positive Emotionen bringt." Diese erhofft Meier sich vom Wechsel nach Uruguay.

Der Deutsche Schachbund äußerte sich zurückhaltend: Verbandspräsident Ullrich Krause betonte gegenüber der Deutschen Presseagentur, Meier sei vom DSB so behandelt worden, „wie jeder andere Kaderspieler auch. Das Präsidium des Deutschen Schachbundes respektiere, aber bedauere seinen Wechselwunsch und wünsche Georg Meier für die Zukunft alles Gute.

Diese Nachricht wurde am 14.10.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.