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Schach-WM in ChinaSchiedsrichterin aus dem Iran legt Kopftuch ab und fürchtet nun um ihre Sicherheit

Die iranische Schiedsrichterin Shohreh Bayat bei der Schach-Weltmeisterschaft der Frauen in Schanghai. Bayat steht an einem Tisch, an dem zwei WM-Teilnehmerinnen vor einem Schachbrett sitzen, und greift nach einer Figur. (AFP)
Die iranische Schiedsrichterin Shohreh Bayat bei der Schach-Weltmeisterschaft der Frauen in Schanghai (AFP)

Bei der Schach-Weltmeisterschaft der Frauen in China gibt es Sorge um die Sicherheit der iranischen Chefschiedsrichterin Shohreh Bayat.

Die 32-Jährige hatte nach dem dritten Turniertag entschieden, ab sofort kein Kopftuch mehr zu tragen, wie es im Iran vorgeschrieben ist (Audio). Wie sie dem ARD-Hörfunkstudio in Schanghai sagte, reagierte sie damit auf Anfeindungen in ihrer Heimat. Dort hatte jemand behauptet, aus Protest gegen die Hidschab-Pflicht habe Bayat ihr Haar schon seit Beginn des Turniers in China nicht bedeckt. Das entsprach zwar nicht der Wahrheit; die Schiedsrichterin erntete in den sozialen Medien aber trotzdem einen "Shitstorm" und wurde vom iranischen Schachverband aufgefordert, sich zu entschuldigen.

Stattdessen trägt Bayat nun tatsächlich kein Kopftuch mehr. Aus Angst vor Gängelung und Bestrafung will sie vorerst nicht in den Iran zurückkehren. Der Weltverband FIDE erklärte, man fürchte um die Sicherheit Bayats.