Die Nachrichten

Die Nachrichten

Die Nachrichten

SchiedsgerichtsurteilSarrazin kündigt Berufung an

Der ehemalige Berliner Finanzsentor Thilo Sarrazin, aufgenommen 2016 in Berlin bei der Vorstellung des Buches "Deutschland gehört auf die Couch!" (dpa / Michael Kappeler)
Thilo Sarrazin, ehemaliger Berliner Finanzsenator und Buchautor (dpa / Michael Kappeler)

Der umstrittene frühere Berliner Finanzsenator Sarrazin kann aus der SPD ausgeschlossen werden.

Eine Schiedskommission der Partei gab einem entsprechenden Antrag des SPD-Vorstandes statt. Generalsekretär Klingbeil sagte, rassistische Gedanken hätten in der SPD keinen Platz. In dem Verfahren ging es um islamkritische und muslimfeindliche Äußerungen Sarrazins. Es ist bereits der dritte Versuch der Sozialdemokraten, den 74-Jährigen aus der Partei auszuschließen.

Sarrazin kündigte an, in Berufung zu gehen. Sein Anwalt betonte, notfalls werde man durch alle Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht gehen. Sarrazin selbst betonte in der "Bild"-Zeitung, es sei schade, dass die SPD nicht die Kraft gefunden habe, eine andere Entscheidung im Interesse der Meinungsfreiheit und der innerparteilichen Demokratie zu treffen.

Der Berliner AfD-Landesverband lud Sarrazin zum Eintritt in die Partei ein.