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StartseiteVerbrauchertippSchonender kochen mit Dampf und Druck30.12.2019

Schnellkochtöpfe im TestSchonender kochen mit Dampf und Druck

Der Schnellkochtopf kocht nicht nur schneller sondern auch schonender und energiesparender als herkömmliche Töpfe - ist aber auch deutlich teurer. Im Test punkten zudem vor allem Markenhersteller der oberen Preisklasse. Einen guten Kompromiss finden Verbraucher mit einem 150-Euro-Topf.

Von Dieter Nürnberger

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Ein schnellkochtopf auf dem Herd (imago images / nordpool / Zander)
Der günstigste Schnellkochtopf im Test kostete 50, das teuerste Produkt 240 Euro (imago images / nordpool / Zander)
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Mit Dampf und Druck lassen sich Speisen schnell und schonend kochen - das ist zumindest das Prinzip eines Schnellkochtopfes. Und die Ergebnisse in der Praxis zeigen, dass dies auch zutrifft. Je kürzer die Kochzeit und je weniger Luft und Wasser im Kochtopf, desto besser, sagt Warentester Reiner Metzger.

"Der Schnellkochtopf - er kocht schneller als die anderen, wie der Name schon sagt. Und dadurch ist er auch schonender: Die Vitamine halten sich besser im Schnellkochtopf. Und zudem braucht er auch weniger Energie, sie müssen ja nicht so lange heizen."

Fast alle Töpfe sind sicher

Zehn Schnellkochtöpfe mit einem Fassungsvermögen von mindestens sechs Litern gingen ins Rennen. Der günstigste kostete 50, das teuerste Produkt 240 Euro. Beachtliche Preisunterschiede also. Und eines gleich vorweg: Gut garen konnten die meisten Schnellkochtöpfe. Dennoch gab es auch ein mangelhaftes Gesamturteil: Beim "System Classic" des Herstellers GSW für 60 Euro ging es um die Sicherheit bei der Bedienung.

"Wir haben ein Modell - wenn man da sehr hektisch nach dem Kochen vorginge, dann könnte man dieses Modell öffnen, obwohl es noch leicht unter Dampf, also unter Druck, steht. Und dann kann es passieren, dass Sie sich entweder mit heißem Dampf verbrennen oder dass ihnen ganz schlicht der Deckel nach oben knallt und sie irgendwo trifft."

Einfache Reinigung bei den teuren Töpfen

Alle anderen Schnellkochtöpfe waren sicher, auch bei falscher Bedienung drohte keine Gefahr. Die großen Preisunterschiede sind letztlich der Ausstattung geschuldet, so die Stiftung Warentest. Das Wichtigste hierbei: Koch oder Köchin sollen es beim Einstellen und Erkennen der Garstufen und der Druckanzeige einfach haben. Bestens bewährt habe sich hier ein Druckanzeiger mit farbigen Ringen, sagt Reiner Metzger.

"Wenn sie diese Ringe haben, dann sehen Sie schon von weitem, dass Sie den richtigen Druck haben. Wenn sie die nicht haben, dann wissen sie nur, dass es gerade herausdampft. Dann haben sie zu viel Druck. Oder wenn es nicht dampft, dann zu wenig. Da müssten sie dann so ein Gefühl dafür entwickeln. Das ist komplizierter. Wenn sie so einen Ring haben, dann sehen sie den Druck, den sie im Topf haben."

Und auch bei vermeintlichen Details haben vor allem die teureren Schnellkochtöpfe Vorteile. Beispiel: Die Reinigung.

"Bei manchem lässt sich einfach mit einem Klick der Griff vom Deckel abnehmen. Dann können sie den Deckel und den Topf in die Spülmaschine tun und das war es. Bei anderen geht das nicht. Da müssen sie alles von Hand reinigen - eben ein wenig umständlicher."

"Guter Kompromiss" für 150 Euro

Am besten überzeugen konnten zwei Markenhersteller mit jeweils zwei gut bewerteten Schnellkochtöpfen. Sie punkten mit fest einstellbaren Garstufen und einer komfortablen Druckanzeige. Besonders günstige Produkte ab 50 Euro konnten nicht mithalten, sie belegen die hinteren Plätze in der Untersuchung.

Warentester Reiner Metzger: "Vorne liegen Fissler und WMF: Die haben alles, was man braucht. Sie sind aber relativ teuer, sie kosten über 200 Euro. Und wenn sie dann nur ab und an damit kochen, dann würde ich vielleicht doch ein günstigeres Modell empfehlen: Wir haben den Silit für 150 dabei. Der liegt preislich in der Mitte, hat aber auch eine super Druckanzeige. Das wäre dann ein guter Kompromiss."

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