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SchriftstellerPEN-Zentrum ruft Politik und Medien zum Verzicht auf Begriff "soziale Distanz" auf

Die Schriftstellerin Regula Venske ist Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland. (imago/Rüdiger Wölk)
Die Schriftstellerin Regula Venske ist Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland. (imago/Rüdiger Wölk)

Mit Blick auf die Kontaktverbote angesichts der Corona-Pandemie hat das deutsche PEN-Zentrum an Politik und Medien appelliert, auf den Ausdruck "soziale Distanz" zu verzichten.

Er könne durch "physische Distanz" oder "körperlicher Abstand" ersetzt werden, sagte PEN-Präsidentin Regula Venske. "Soziale Distanz" klinge wie ein Begriff aus dem Wörterbuch des Neoliberalismus, führte die Schriftstellerin aus: "Wir alle aber wissen, dass jetzt soziale Nähe gefragt ist: Kooperation, Verantwortung füreinander." Es gebe sicherlich derzeit dringlichere Probleme, als Worte auf die Goldwaage zu legen, betonte Venske, aber Sprache präge des Denken und Verhalten der Menschen. Im Englischen bedeute das Wort "social" heute vor allem "gesellig" und erst in zweiter Linie das, wofür "sozial" im Deutschen stehe, nämlich für gesellschaftliche Werte wie Gemeinsinn und Solidarität.