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StartseiteAtelier neuer MusikRuhelos in der Großstadt08.02.2020

Schuberts "Winterreise" 2020Ruhelos in der Großstadt

Wie klänge Schuberts Winterreise, wäre sie heute geschrieben worden? Arrangeur Marcel Daemgen und Sänger Oliver Augst haben der ursprünglichen Fassung einen beklemmenden elektronischen Kontext gegeben.

Am Mikrofon: Klaus Gehrke

Arrangeur Marcel Daemgen und Sänger Oliver Augst im schallarmen Studio des Deutschlandfunk (Marcel Daemgen)
Oliver Augst und Marcel Daemgen im schallarmen Studio des Deutschlandfunks (Marcel Daemgen)

"Die Winterreise"
Texte: Wilhelm Müller

Oliver Augst - Stimme
Marcel Daemgen - Arrangements und Electronics

Wohl verstörten die einst ungewöhnlichen Lieder der "Winterreise" von Franz Schubert damalige Zeitgenossen, doch schnell avancierte der Zyklus zum Inbegriff von Romantik und in der Ära der Tonträger zum Klassik-Highlight. 

Ebenso reizte "Die Winterreise" Komponierende am Ende des 20. Jahrhundert zu neuen Lesarten. 1993 erstellte so etwa Hans Zender eine Version, die den Klavierpart orchestriert und das Klangspektrum reizvoll erweitert. Reiner Bredemeyer hatte sich knapp 10 Jahre für eine radikale Neukomposition entschieden.

Arrangeur Marcel Daemgen und Sänger Oliver Augst wählen einen anderen Weg. Im Deutschlandfunk Kammermusiksaal sang Augst die "Winterreise" in einem schallarmen Studio ein - gemeinsam schufen sie dann am Laptop einen ebenso faszinierenden wie beklemmenden elektronischen Kontext dazu.

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung 30 Tage lang in unserer Mediathek.

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