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SchulenLehrerverband fordert Studie zu Islamismus

Das Foto zeigt Heinz-Peter Meidinger, den Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes. (dpa-Bildfunk / Armin Weigel)
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger (dpa-Bildfunk / Armin Weigel)

Der Deutsche Lehrerverband fordert eine bundesweite Bestandsaufnahme zum Umgang mit islamistischen Tendenzen an Schulen.

Es solle dazu eine anonymisierte Umfrage unter den Lehrkräften geben, sagte Verbandschef Meidinger der Katholischen Nachrichten-Agentur. Es fehle an Unterstützungsangeboten für Schulen und Pädagogen durch ausgebildete Experten. Meidinger plädierte dafür, Ombudsstellen einzurichten. An diese sollten sich betroffene Lehrkräfte auch jenseits des Dienstwegs jederzeit vertraulich wenden können.

Die islamistisch motivierte Ermordung des französischen Lehrers Samuel Paty Mitte Oktober hatte auch in Deutschland eine Diskussion über den Umgang mit Schülerinnen und Schülern angestoßen, die sich radikalisiert haben. Der Deutsche Lehrerverband spricht von einem Tabuthema, über das sich viele Lehrer nicht offen äußerten, auch weil sie sich der Rückendeckung durch Schulleitung und Politik oft nicht sicher seien.

Diese Nachricht wurde am 23.11.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.