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SchulenLehrerverband will digitale Tools kommerzieller Anbieter erlauben

Distanzunterricht - derzeit für die allermeisten Schülerinnen und Schüler Alltag (picture alliance / Zoonar.com / Ruslan Olinchuk)
In der Coronapandemie mussten die Schulen auf Distanzunterricht umstellen. (picture alliance / Zoonar.com / Ruslan Olinchuk)

Der Deutsche Lehrerverband hat davor gewarnt, Schulen aus Datenschutzgründen die Nutzung digitaler Werkzeuge von kommerziellen Anbietern zu verbieten.

Verbandspräsident Meidinger sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, Datenschutz sei wichtig, er sollte aber zu keiner grundsätzlichen Gefährdung des Bildungsauftrags führen. Viele Schulen hätten etwa für den Distanzunterricht Microsoft Teams verwendet, zehntausende Lehrer hätten sich inzwischen in die Software eingearbeitet. Es sei problematisch, wenn man den Schulen wegen einer abstrakten Gefahr jetzt ein bewährtes Arbeitsmittel wegnehme, ohne ihnen ein gleichwertiges alternatives System anzubieten, sagte Meidinger.

Datenschutzbeauftragte hatten sich im vergangenen Jahr gegen den Einsatz der Microsoft-Software ausgesprochen, weil die Server in den USA stehen.

Der Ministerpräsident des Saarlandes, Hans, sagte, man könne den Datenschutz nicht über alles stellen. Datenschutzrechtliche Regelungen hemmten die Digitalisierung der Schulen.

Diese Nachricht wurde am 10.07.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.